Geschäfts­jahr

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Leserinnen und Leser

Im vergangenen Geschäfts­jahr hat Swiss Prime Site die vor mehreren Jahren ein­geleitete strategische Neu­ausrichtung erfolgreich abgeschlossen. Mit der Neu­­positionierung des Jelmoli-Gebäudes und der damit verbundenen Schliessung des ope­rativen Waren­haus­betriebes per Ende ­Februar 2025 geht die klare Fokussierung ­unseres Geschäfts­modells auf das Immobilien­geschäft einher. Heute sind wir das führende unabhängige Immobilien­unternehmen der Schweiz mit einer umfassenden Expertise im Schweizer Immobilien­markt und einem einzigartigen Know-how. Der ­alleinige Fokus auf die zwei Segmente – ­eigene Immobilien und Asset Management – gibt uns nicht nur strategische Klarheit, sondern hilft uns auch, uns auf unsere Kern­kompetenzen zu konzentrieren und Wachstums­potenziale konsequent zu nutzen.

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Im vergangenen Geschäfts­jahr hat Swiss Prime Site die vor mehreren Jahren ein­geleitete strategische Neu­ausrichtung erfolgreich abgeschlossen. Mit der Neu­­positionierung des Jelmoli-Gebäudes und der damit verbundenen Schliessung des ope­rativen Waren­haus­betriebes per Ende ­Februar 2025 geht die klare Fokussierung ­unseres Geschäfts­modells auf das Immobilien­geschäft einher. Heute sind wir das führende unabhängige Immobilien­unternehmen der Schweiz mit einer umfassenden Expertise im Schweizer Immobilien­markt und einem einzigartigen Know-how. Der ­alleinige Fokus auf die zwei Segmente – ­eigene Immobilien und Asset Management – gibt uns nicht nur strategische Klarheit, sondern hilft uns auch, uns auf unsere Kern­kompetenzen zu konzentrieren und Wachstums­potenziale konsequent zu nutzen.

«Heute sind wir das führende unabhängige Immobilien­­unternehmen der Schweiz mit einer umfassenden Expertise im Schweizer Immobilien­markt und einem einzigartigen Know-how.»

Die erfolgreiche Kapital­erhöhung im Februar verdeutlicht die konsequente Umsetzung unserer Wachstums­strategie auch in unserem Stamm­geschäft, den direkt gehaltenen Immobilien. Im Jahresverlauf konnten wir so Zukäufe von drei Büro­immobilien an besten Lagen abschliessen, die optimal in unser Portfolio passen, und dieses weiter stärken – und so bereits im ersten Jahr wert- und ergebnis­steigernd für unsere Aktionärinnen und Aktionäre wirken.

Ein Zeichen unserer Stärke und Resilienz ist, dass es uns trotz des temporären Wegfalls bedeutender Miet­erträge durch den Umbau des Jelmoli-Gebäudes und weiterer Liegen­schaften gelungen ist, die Miet­erträge aus unserem Immobilien­portfolio dank Mehr­erträgen nahezu stabil zu halten. Unser zweites Stand­bein, das Asset Management, profitierte nicht nur vom günstigen Markt­umfeld mit tiefen Zinsen, sondern hat sich end­gültig als grösster unabhängiger Anbieter etabliert und geniesst im Markt eine hohe Glaub­würdigkeit. Entsprechend gewannen wir Markt­anteile und zogen rekordhohe Neu­gelder von rund CHF 1 Mrd. an und steigerten per Jahres­ende unsere verwalteten Vermögen erstmals auf über CHF 14 Mrd.

Das zahlungs­wirksame Ergebnis, gemessen am «Funds of Operations» FFO I, konnte Swiss Prime Site absolut weiter steigern. Mit einem gegenüber dem Vorjahr stabilen FFO I von CHF 4.22 pro Aktie liegen wir zudem deutlich über unserer Ziel­spanne von CHF 4.10 bis CHF 4.15 pro Aktie für das Geschäfts­jahr 2025. Entsprechend schlagen wir der General­versammlung am 12. März 2026 eine höhere Dividende von CHF 3.50 pro Aktie zur Aus­schüttung vor.

Operativ blicken wir also auf ein starkes und erfreuliches Jahr zurück. Und auch das Umfeld bleibt stabil – wenn auch volatiler: Obwohl sich die Konjunktur in der Schweiz im Zuge unsicherer und instabiler globaler Entwicklungen abgekühlt hat, zeigte sich die Schweizer Wirtschaft einmal mehr robust. Unsicherheit wirkt sich in der Regel jedoch nachteilig auf das wirtschaftliche Klima aus. Wir beobachten, dass Unternehmen grössere Investitionen in Produktions­kapazitäten auch hierzulande überdenken – sei es zeitlich oder auch betreffend Umfang. Jedoch sind die Exporte im zweiten Halb­jahr weniger gesunken als erwartet und – für uns sehr wichtig – die Dienst­leistungs­branchen entwickeln sich deutlich besser als das produzierende Gewerbe.

Im Vermietungs­markt akzentuieren sich die regionalen Unterschiede, und Mikro­lagen mit besonderen Nutzungen in Clustern werden wichtiger. Während an Toplagen die Leer­stände tief bleiben und die Mieten steigen, sehen wir eine schwächere Nach­frage in Rand­regionen. Gerade auch vor diesem Hinter­grund bewährt sich unser in den letzten Jahren deutlich akzentuierter Fokus auf erstklassige Zentrums­lagen. Für unsere Objekte beobachten wir weiterhin eine anhaltend hohe Nach­frage und Bereitschaft der Mietenden, attraktive Preise für hochwertige Flächen zu bezahlen. Dies äussert sich im abgelaufenen Jahr auch in einer rekordtiefen Leerstandsrate von 3.7%.

Die globalen makro­ökonomischen Unsicher­heiten führten aber auch zu einem verstärkten Kapital­zufluss in den stabilen Schweizer Immobilien­markt, der dank niedriger Zinsen gegenüber fest­verzinslichen Anlagen zusätzlich an Attraktivität gewonnen hat. Dabei machten tiefe Leerstände und stabile Erträge insbesondere das Wohn­segment zum bevorzugten Anlage­ziel institutioneller Investoren.

Von der Stabilität des Schweizer Immobilien­marktes haben wir auch als Schuldner profitiert. Im September haben wir als erstes Schweizer Immobilien­unternehmen äusserst erfolgreich eine Anleihe über EUR 500 Mio. im Euro­raum begeben. Die grosse Nach­frage und achtfache Überzeichnung unterstreicht nicht nur unsere starke Bonität, sondern auch das Vertrauen in unser attraktives Geschäfts­modell. Mit dem nun geschaffenen Zugang zum ausser­ordentlich breiten und tiefen Euro­markt haben wir unsere Finanzierungs­quellen entscheidend diversifiziert und etwaige Risiken weiter reduziert.

Trotz aller globaler Tendenzen bleibt Nach­haltigkeit ein wichtiges Element unserer Unter­nehmens­strategie. So haben wir auch 2025 wiederum grosse Fortschritte bei unserer Nach­haltig­keits­strategie erzielt, insbesondere in der Reduzierung unseres CO2-Fussabdrucks. Um diese Entwicklung weiter voranzutreiben, arbeiten wir gemeinsam mit anderen Akteuren der Branche intensiv an einem Rahmenwerk für Scope 3-Emissionen im Immobiliensektor.

Nach zehn­jähriger Amtszeit haben wir per Ende 2025 René Zahnd als unseren CEO verabschiedet. René hat unser Unternehmen durch tiefgreifende Veränderungen geführt und war entscheidend für die erfolgreiche Neu­positionierung von Swiss Prime Site als fokussiertes Immobilien­unternehmen. Im Namen des gesamten Verwaltungs­rates danke ich ihm für seinen jahre­langen unermüdlichen und erfolg­reichen Einsatz und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute.

«Nach der erfolgreichen Neuaus­richtung und Konzen­tration auf unsere Kern­segmente eigene Immobilien und Asset Management wollen wir die viel­fältigen Wachstums­chancen in diesen Bereichen entschlossen nutzen.»

Mit Marcel Kucher haben wir den idealen internen Nach­folger gefunden. Seit Juli 2021 ist Marcel als CFO prägendes Mitglied der Gruppen­leitung, das unsere strategische Neu­positionierung mit vorangetrieben hat. Daher bin ich überzeugt, dass er zusammen mit Anastasius Tschopp als weiteres Mitglied der Gruppen­leitung und CEO unseres Asset Management-Geschäfts nicht nur für Kontinuität und Stabilität sorgen, sondern auch unsere Wachs­tums­strategie erfolgreich weiterverfolgen und wichtige Impulse für die Zukunft setzen wird. Die Suche nach einer Nachfolge für die Position des CFO läuft. Das Ergebnis geben wir so bald wie möglich bekannt.

Als Verwaltungs­ratspräsident ist mir ein offener und regelmässiger Austausch mit allen unseren Stakeholdern ein grosses Anliegen und die Rück­meldungen unserer Aktionäre versuchen wir bestmöglich zu berück­sichtigen. Im vergangenen Jahr haben wir vor diesem Hintergrund unser Vergütungs­system angepasst und noch stärker am langfristigen Erfolg ausgerichtet. Mehr Details dazu finden Sie im Vergütungs­bericht dieses Geschäfts­berichts.

Ich bin überzeugt, dass wir strategisch für die Zukunft sehr gut aufgestellt sind, und freue mich, gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Verwaltungsrat, mit dem Management und allen Mitarbeitenden den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Nach der erfolgreichen Neu­ausrichtung und Konzentration auf unsere Kern­segmente eigene Immobilien und Asset Management wollen wir die vielfältigen Wachstums­chancen in diesen Bereichen entschlossen nutzen. Mit einer soliden Plattform und einem engagierten Team sind wir bestens positioniert, um unsere Ziele zu erreichen und weiter zu wachsen.

Im Namen des Verwaltungs­rats danke ich Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre sowie Kundinnen und Kunden für Ihr Vertrauen und Ihre Treue. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen täglich mit unseren Partnern dazu bei, nachhaltig Werte für sämtliche Stakeholder zu schaffen. Auch bei ihnen möchte ich mich herzlich für ihren Einsatz bedanken. Nur so ist unser Erfolg möglich.

Ton Büchner
Verwaltungsratspräsident

«Unser Ergebnis ist das Resultat der Kraft unserer Plattform.»

Im vergangenen Jahr erzielte Swiss Prime Site ein über­zeugendes operatives Ergebnis. Mit der Schliessung des Waren­hauses Jelmoli wurde die vor einigen Jahren gestartete strategische Neu­ausrichtung erfolgreich abgeschlossen, und das Unter­nehmen blickt zuversichtlich in die Zukunft. Nach zehn Jahren im Amt trat René Zahnd Ende des Jahres als CEO zurück. Im Interview spricht er gemeinsam mit Marcel Kucher, der nach vier Jahren als CFO Anfang 2026 seine Nach­folge übernimmt, sowie mit Anastasius Tschopp, dem CEO des Asset Management-Geschäfts, über die Höhe­punkte des Geschäfts­jahres und erklärt, worauf er in seiner zehn­jährigen Amtszeit besonders stolz ist.

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«Unser Ergebnis ist das Resultat der Kraft unserer Plattform.»

Im vergangenen Jahr erzielte Swiss Prime Site ein über­zeugendes operatives Ergebnis. Mit der Schliessung des Waren­hauses Jelmoli wurde die vor einigen Jahren gestartete strategische Neu­ausrichtung erfolgreich abgeschlossen, und das Unter­nehmen blickt zuversichtlich in die Zukunft. Nach zehn Jahren im Amt trat René Zahnd Ende des Jahres als CEO zurück. Im Interview spricht er gemeinsam mit Marcel Kucher, der nach vier Jahren als CFO Anfang 2026 seine Nach­folge übernimmt, sowie mit Anastasius Tschopp, dem CEO des Asset Management-Geschäfts, über die Höhe­punkte des Geschäfts­jahres und erklärt, worauf er in seiner zehn­jährigen Amtszeit besonders stolz ist.

Swiss Prime Site

Marcel, du hast Anfang 2026 nach vier Jahren als CFO die Position des CEO übernommen. Was sind deine Pläne?

Marcel Kucher (MK): Zusammen mit René durfte ich unsere strategische Neu­ausrichtung in den letzten Jahren mass­geblich prägen und vorantreiben. Swiss Prime Site ist mit den zwei Stand­beinen eigene Immobilien und Asset Management sehr gut aufgestellt und hervorragend im Markt positioniert, das zeigt auch unser starkes Ergebnis im vergangenen Geschäfts­jahr 2025. Natürlich disku­tieren wir im Führungs­team laufend mögliche Verbesserungen und Optionen, unser Wachstum wert­stiftend zu beschleunigen, und tauschen uns hierzu auch mit 
dem Verwaltungs­rat aus. Eine Revolution wird es aber nicht geben.

 

Stichwort Ergebnis, wie zufrieden seid ihr mit der Leistung im vergangenen Jahr?

MK: Ich bin sehr zufrieden. Unsere operative Leistung gemessen am Funds from Operations (FFO) hat unsere Prognose vom Jahres­anfang von CHF 4.10 bis CHF 4.15 pro Aktie deutlich übertroffen. Temporär weg­gefallene Miet­einnahmen, etwa durch den Umbau des ­Jelmoli-Gebäudes, konnten fast vollständig kompensiert werden. Gleich­­zeitig haben wir unsere Effizienz weiter verbessert.

 

René Zahnd (RZ): Dem kann ich nur beipflichten. Das Resultat wider­spiegelt die Kraft unserer Platt­form. Wir finden kontinuierlich weitere Synergien und die Leistung des Asset Managements wird nun immer stärker sichtbar.

 

Das Asset Management hat ein weiteres Rekordjahr hinter sich, was sind die Gründe, Anastasius?
Anastasius Tschopp (AT): Wir ernten nun die Früchte unserer Marken- und Wachstums­strategie. Die in den letzten Jahren getätigten Zukäufe haben unsere Franchise gestärkt und sind nun komplett im Ergebnis enthalten. Wir konnten rekordhohe Neu­gelder von CHF 1 Mrd. gewinnen und sahen eine enorme Nach­frage über unsere gesamte Produkt­­palette hinweg. Nicht nur im Wohn­bereich, sondern auch in Produkten mit ­höherem Gewerbe­anteil. Für uns ist das ein grossartiger Vertrauens­beweis! Gleich­zeitig stiegen die Erträge um 18% auf CHF 84 Mio., auch das ein neuer Rekord für uns. 

 

Wie stark wurde das Resultat im Asset Management vom günstigen Makro­umfeld getrieben?
AT: Klar, das Tief­zins­umfeld hat uns zusätzlichen Schub gegeben. Aber die Nachfrage nach Immobilien­anlagen ist auch strukturell getrieben. Zudem geniessen wir als grösster unabhängiger Anbieter eine sehr hohe Glaub­würdigkeit im Markt und unsere Produkte überzeugen mit einer starken Performance. Wir gewinnen deshalb auch Markt­anteile.

 

Ist das Anleger­interesse im Asset Management nur vorübergehend?
AT: Nein, davon gehe ich nicht aus. Jährlich fliessen etwa CHF 17 Mrd. in die Schweizer Pensions­kassen, wovon rund CHF 4 Mrd. in heimische Immobilien investiert werden. Das dürfte auch künftig so bleiben. Immobilien erzielen langfristig und über den Zinszyklus hinweg eine stabile jährliche Rendite in Schweizer Franken. Gerade angesichts des langen Anlage­horizonts der Pensions­kassen ist das äusserst attraktiv und nur schwer mit anderen Anlage­klassen nachzuahmen. 

«An den erst­klassigen Lagen sehen wir weiterhin eine sehr gute Nach­frage und steigende Mieten. Das zeigte sich in unserem auf Prime Liegen­schaften ausgerichteten Portfolio.»

Marcel Kucher

Trotz globaler Unsicherheiten, Zoll­streit und einer konjunkturellen Eintrübung erscheint der Schweizer Immobilien­markt einmal mehr als Hort der Stabilität. Täuscht der Eindruck?
MK: Unsicherheit ist nie gut und wir haben auch in der Schweiz eine Abschwächung der Konjunktur gesehen. Aber ja, der Schweizer Immobilien­markt zeigte sich ­einmal mehr als sehr robust. Wichtigster Faktor ist unsere Standort­attraktivität. Unsere hohe Produktivität kompensiert scheinbar hohe Lohn­kosten, hinzu kommen stabile politische Rahmen­bedingungen, und in Kombination zieht das qualifizierte Arbeits­kräfte an. Solche strukturellen Faktoren ändern sich auch nicht so schnell. Für uns relevant: die Dienst­leistungs­branche – wo wir stark exponiert sind – ist weniger betroffen von der Unsicherheit im Vergleich zum verarbeitenden Gewerbe. Und von der sehr hohen Nach­frage nach Wohnen wird ja aktuell überall berichtet.

Die wirtschaftliche Abschwächung in der Schweiz hat also keine Spuren im Bürosegment hinterlassen?
MK: An erst­klassigen Lagen sehen wir weiterhin eine sehr gute Nach­frage und steigende Mieten. Das zeigte sich in unserem auf Prime Liegen­schaften ausgerichteten Portfolio mit einem Like-for-like-Wachstum von 2.0% klar: Bei neuen Miet­verträgen oder bei Miet­verlängerungen konnten wir oftmals zu attraktiveren Mieten abschliessen. Die Mietenden haben zwar hohe Ansprüche, was den Aus­bau­standard, die Lage oder die Grösse betrifft, sind sie aber erfüllt, dann ist die absolute Miet­höhe nicht das alleinige Kriterium. An peripheren Lagen wird es jedoch anspruchs­voller.

Swiss Prime Site hat im vergangenen Jahr ihre Strategie der Portfolio-Optimierung weiter vorangetrieben. Einerseits wurden nochmals zahlreiche Liegen­schaften verkauft, andererseits wurde frisches Kapital aufgenommen, um Objekte zu kaufen. Wie passt das zusammen?
MK: Wir wollen auch in unserem angestammten Geschäft mit den eigenen Immobilien Wachstums­chancen wahrnehmen, solange sie wert­steigernd sind – das sehen auch viele unserer Aktionärinnen und Aktionäre so. Dazu gehört, dass wir die Potenziale unserer Liegen­schaften optimal nutzen und entwickeln, um den Ertrag zu steigern. Dazu gehört aber auch der gezielte Verkauf von Objekten, die aufgrund ihrer Lage, Nutzungs­art oder Grösse nicht mehr in unser Portfolio passen und für die andere die besseren Eigentümer sind. Ebenso prüfen wir laufend den Erwerb attraktiver und geeigneter Immobilien. Oberstes Kriterium ist stets die nachhaltige Wert­schöpfung.

«Blicke ich zurück, bin ich stolz, was wir bei Swiss Prime Site in den letzten zehn Jahren erreicht haben und wie wir uns erfolgreich strategisch neu positioniert haben.»

René Zahnd

Warum die Kapital­erhöhung gerade im Februar?
MK: Mit den Zins­senkungen der SNB ab Mitte 2024 öffnete sich für uns im letzten Februar ein Opportunitäts­fenster, um in ­einer Phase der Zinssenkungen attraktive Objekte zu attraktiven Konditionen zu erwerben, da es typischer­weise einige Quartale dauert, bis sich Zins­senkungen in höheren Immobilien­preisen niederschlagen. Die Mittel waren entsprechend ausschliesslich für Ankäufe gedacht – unsere Verschuldungs­quote wollen wir stabil halten. Im Jahres­verlauf konnten wir nun drei sehr attraktive Liegen­schaften erwerben und die Gelder wie geplant wert- und ergebnis­steigernd investieren. Zudem gelang es uns, durch einen Asset-Tausch eine Gebäudearrondierung an Bestlage an der Zürcher Bahnhofstrasse im Tausch gegen zwei Objekte in Nicht-Fokus-Regionen umzusetzen.

Zufrieden mit den Zukäufen?
MK: Absolut, mit den drei Zukäufen in Genf, Lausanne und Zürich haben wir unser Portfolio an erst­klassigen Liegen­schaften weiter gestärkt. Sämtliche Transaktionen erfolgten mit einer Rendite deutlich über unserer Portfolio­rendite und wirken wert­­steigernd zum inneren Wert pro Aktie ­sowie ergebnis­steigernd auf den Funds from Operations. Besonders freut mich, dass wir die Käufe in einem sehr kom­petitiven Transaktions­markt exklusiv ab­wickeln konnten. Das unterstreicht unsere Stellung als führendes Immobilien­unternehmen in der Schweiz und den Wert unserer Plattform.

Im September ist Swiss Prime Site erstmals in den europäischen ­Bondmarkt gegangen und hat erfolgreich eine Euro-Anleihe begeben. Was war der Grund?
MK: Wir hätten die Mittel auch im Schweizer Markt aufnehmen können. Wir besitzen auch auf der Passiv­seite ein grosses Know-how und haben breiten Zugang zum Schweizer Bank- und Kapital­markt. Wir verfolgen jedoch seit Jahren konsequent eine Strategie der Diversifikation unserer Finanzierungs­quellen. Daher war der Schritt in den europäischen Kapital­markt naheliegend. Der Zugang zum sehr liquiden Euro­markt – wir sprechen hier in etwa über das zwanzigfache Emissions­volumen gegenüber dem Franken­markt – gibt uns weitere Flexibilität. Dadurch reduzieren wir Abhängig­keiten und optimieren gleichzeitig unsere Finanzierungs­kosten.

Keine Angst vor dem Währungsrisiko?
MK: Wir haben das Währungs­risiko vollständig abgesichert. Zudem war der Zeitpunkt günstig, wir haben zu ähnlich günstigen Konditionen Geld aufgenommen wie im Schweizer Markt.

War das jetzt eine einmalige Sache oder wird Swiss Prime Site auch künftig an den Eurobond-Markt gehen?
MK: Wir hatten ein gross­artiges Echo auf die Anleihe. Sie war achtfach überzeichnet, und zwar ohne Abstriche beim Preis. Das zeigt, dass wir auch im Euro­raum ein begehrter Schuldner sind. Nicht nur wegen unserer Bonität, sondern auch wegen unserem Geschäfts­modell. Nun, da wir die ­Option haben, werden wir sie auch künftig nutzen. Ein weiterer Vorteil ist, dass wir dadurch auch unsere Investoren­basis verbreitern konnten. Unsere Basis bleibt aber der Franken und wir werden auch in Zukunft 80% oder mehr unserer Finanzierungen im Franken­markt aufnehmen.

«Wir konnten rekordhohe Neu­­gelder von CHF 1 Mrd. gewinnen und sahen eine enorme Nach­frage über unsere gesamte Produkt­palette hinweg.»

Anastasius Tschopp

Was ist für diese Investoren ­interessant an Swiss Prime Site?
MK: Generell sehen wir, dass der Schweizer Markt attraktiv ist, auch für ausländische ­Investoren. In Zeiten anhaltender geopoli­tischer Unsicherheiten spüren wir einen Safe-­Haven-Effekt. Die Schweizer Wirtschaft ist resilient und die politischen Verhältnisse stabil, das mögen Investoren. 

Wenn so viel Kapital in den Immobilien­­markt fliesst, warum bleibt seit Jahren der Wohn­raum knapp?
RZ: Bauen wird immer mehr reguliert und teurer. Es wird zu wenig gebaut, weil es fast nicht mehr möglich ist, ohne Einsprachen und Verzögerungen grössere Bau­projekte zu realisieren. Einsprachen werden oft aus reiner Verzögerungs­taktik ergriffen. Für uns als Bau­herrin ist dies mit hohen Risiken und Kosten verbunden. Die Kosten müssen schliesslich von den Mieterinnen und Mietern berappt werden. Zudem ist aufgrund der Geografie der Schweiz und der Raum­planung der Boden, auf dem gebaut werden kann, stark beschränkt. Die Verdichtung ist aber mit grossen Hürden verbunden. Auch das hemmt die Bautätigkeit.

Wie beurteilst du die Forderungen nach noch mehr Regulierung im Immobilien­bereich?
RZ: Ich bezweifle, dass wir mit zusätzlichen Einschränkungen und stärkerer Regulierung das Problem lösen können. Eine flexiblere Ausgestaltung der Bau­zonen wäre zum Beispiel hilfreich, damit unter­schiedliche Nutzungen zugelassen sind, dann wäre auch die Umnutzung von leerstehenden Büros in Wohnungen einfacher. Hier haben wir Projekte in den Regionen Brugg, Basel und Genf erfolgreich umgesetzt. Was uns dabei besonders erfreut: Wir schaffen nicht nur Wohn­raum, sondern durch­mischen dazu noch unsere Quartiere. Das ist unsere Vision: nachhaltige Lebensräume.

MK: Für uns als bedeutende Bauherrin ist Planungs­sicherheit zentral. Heute sind die Risiken von Rekursen kaum abzuschätzen, eine Standardisierung und Verkürzung der Bewilligungs­verfahren sowie eine Einschränkung der Rekurs­möglichkeiten würden sicher helfen.

Abschliessend, René: Nach zehn Jahren als CEO von Swiss Prime Site bist du Ende 2025 ausgeschieden. Was waren für dich die Höhe­punkte dieser Zeit?
RZ: Für mich ist es schwierig, einzelne Meilen­steine hervor­zuheben. Blicke ich zurück, bin ich stolz, was wir bei Swiss Prime Site in den letzten zehn Jahren erreicht haben und wie wir uns erfolgreich strategisch neu positioniert haben. Aus einem Konglomerat mit Retail und Alters­heimen wurde ein fokussiertes Immobi­lien­­unternehmen. Ich bin überzeugt, dass Swiss Prime Site für die Zukunft sehr gut aufgestellt ist.

Starkes Gruppen­ergebnis mit rekordhohem Wachs­tum im Asset Manage­ment

Swiss Prime Site hat im Geschäfts­jahr 2025 eine starke operative Leistung erbracht und ein stabiles Ergebnis (FFO I) pro Aktie erwirtschaftet. Der Miet­ertrag im Immobilien­­segment erwies sich als sehr resilient und ging trotz der Schliessung von Jelmoli und ­weiterer grösserer Umbauten nur leicht zurück. Der Bereich Asset Management ­profitierte von einem attraktiven Markt­umfeld mit hohem Anlege­rappetit – mit daraus resultierendem rekord­hohem Neu­geld­zufluss und einem zwei­stelligen Ertrags­wachstum.

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Swiss Prime Site hat im Geschäfts­jahr 2025 eine starke operative Leistung erbracht und ein stabiles Ergebnis (FFO I) pro Aktie erwirtschaftet. Der Miet­ertrag im Immobilien­­segment erwies sich als sehr resilient und ging trotz der Schliessung von Jelmoli und ­weiterer grösserer Umbauten nur leicht zurück. Der Bereich Asset Management ­profitierte von einem attraktiven Markt­umfeld mit hohem Anlege­rappetit – mit daraus resultierendem rekord­hohem Neu­geld­zufluss und einem zwei­stelligen Ertrags­wachstum.

Das Geschäfts­jahr 2025 markiert mit der plan­mässigen Schliessung von Jelmoli im Februar den erfolgreichen Abschluss unserer strategischen Fokussierung auf das Immobilien­geschäft. Mit der Konzentration auf die beiden Kern­bereiche Immobilien und Asset Management hat Swiss Prime Site ein klares Profil erhalten und sich im Markt als führendes Pure-Play-Immobilien­unternehmen etabliert.

Diese Fokussierung hat unser Geschäfts­modell vereinfacht und ermöglicht uns Synergien zu bergen. Die starke operative Entwicklung und das Wachstum im vergangenen Geschäfts­jahr 2025 zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. So haben wir gruppen­weit mit Kapital­erhöhungen von rund CHF 1.3 Mrd. und einem Transaktions­volumen von rund CHF 2.4 Mrd. neue Rekord­marken erreicht, was eindrücklich aufzeigt, wie rasch und agil wir als Gruppe reagieren können, wenn wir Markt­opportunitäten im Interesse unserer Anleger identifizieren. 

Das zahlungs­wirksame Ergebnis (Funds from Operations, FFO I) stieg 2025 gegenüber dem Vor­jahr um 3.2% auf CHF 336.3 Mio. pro Aktie resultierte ein gegenüber dem Vorjahr stabiler FFO I von CHF 4.22, was deutlich über unserer Guidance von CHF 4.10 bis CHF 4.15 für das Geschäfts­jahr 2025 liegt. Dies insbesondere, da wir ein attraktives Like-for-like-Wachstum erzielen konnten und wir unsere Kosten weiterhin im Griff haben.

Aufgrund der starken operativen und finanziellen Leistung wird der General­versammlung  am 12. März 2026 eine Dividenden­erhöhung um CHF 0.05 auf CHF 3.50 pro Aktie vor­ge­schlagen. Dies entspricht einer Aus­schüttungs­quote von über 80% des FFO I.

Immobilien mit resilienter Topline dank fortgesetztem Mietwachstum

Besonders erfreulich ist, dass sich unsere Miet­erträge im Segment Immobilien trotz des temporären Weg­falls von be­deutenden Miet­erträgen im Jahres­vergleich fast stabil präsen­tierten. Die Minder­ein­nahmen durch die Schliessung von Jelmoli im Februar und der damit ver­bundene Umbau, ebenso wie weitere umfassende Sanierungen grosser Liegen­schaften – etwa am Talacker und an der Fraumünsterpost in Zürich –, konnten beinahe vollständig durch zusätzliche Erträge kompensiert werden.

So gelang es uns, neue Miet­verträge ab­zu­schliessen oder zu verlängern, die meist deutlich über den Bestands­mieten liegen. Dies unter­streicht eindrücklich die Qualität unseres Port­folios und unserer Kunden­orientierung sowie die anhaltende Nach­frage nach hochwertigen, flexiblen und grossen Miet­flächen in Zentrums­lagen.

Vor diesem Hinter­grund resultierte ein Miet­ertrag von CHF 456.8  Mio., was einem Rück­gang gegenüber dem Vorjahr um 1.4% entspricht. Auf vergleichbarer Basis (EPRA like-for-like) – also u. a. unter Aus­klammerung des Jelmoli-Effektes – resultierte ein Wachs­tum von 2.0% (VJ: 3.3%). Der Rück­gang ist einzig auf die reduzierten inflations­bedingten Indexierungs­effekte zurück­zuführen. Real erzielten wir ein Miet­zins­wachs­tum von 1.6%.

Betriebsertrag

in CHF Mio.

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Die Leer­stands­quote konnte, nach einem temporären Anstieg Mitte Jahr, zum Jahres­ende 2025 auf ein neues Rekord­tief von 3.7% nach 3.8% im Vor­jahr reduziert werden. Die durch­schnittliche Rest­lauf­zeit der Miet­verträge (WAULT) erhöhte sich per Jahres­ende auf 5.3 Jahre und lag damit über dem Vor­jahres­wert von 4.8 Jahren. Wesentliche Treiber dieser positiven Ent­wicklung waren die Ver­längerungen der Mietv­erträge mit EY an der Hardbrücke in Zürich um 10 Jahre sowie mit Globus an den Stand­orten Genf (um 10 Jahre), Lausanne (um 8 Jahre) und Luzern (um 7 Jahre).

Auf der Kosten­seite sank der Immobilien­aufwand auf CHF 62.5 Mio. nach CHF 66.1 Mio. im Vorjahr. Demgegenüber erhöhte sich der Personal­aufwand im Immobilien­segment gegenüber 2024 um 13.6% (primär, weil wir das bereits vor zwei Jahren begonnene Insourcing nun abgeschlossen haben) und der sonstige Betriebs­aufwand sank um 0.8%. Insgesamt konnte der Betriebs­aufwand im Immobilien­segment im Vergleich zum Vor­jahr um 2.4% auf CHF 94.2 Mio. gesenkt werden. Die Aufwand­quote, gemessen an der EPRA Cost Ratio, belief sich auf 18.0% nach 17.3% im Vorjahr. Dies im Vergleich zum Mittel­frist­ziel einer EPRA Cost Ratio von unter 16% bis Ende 2028.

Der Betriebs­gewinn des Immobilien­segments vor Ab­schreibungen stieg gegenüber dem Vor­jahr um 15.1% auf CHF 590.3 Mio. Der An­stieg ist haupt­sächlich auf die höheren Neu­bewertungs­gewinne im Ver­gleich zum Vor­jahr zurückzuführen.

Weitere Wertsteigerung des Immobilien­portfolios und fortgesetztes aktives Portfolio­management

Per Ende 2025 stieg der Wert des Portfolios im Immobilien­segment um 6.6% auf CHF 13.9 Mrd. Die Wert­steigerung ist insbesondere auf die gezielten Zukäufe von Liegen­schaften, auf wertsteigernde Investitionen sowie auf positive Neu­bewertungs­effekte zurückzuführen. Haupt­treiber für die Neu­bewertungs­gewinne waren höhere Mieten bei neuen Miet­verträgen bzw. Vertrags­verlängerungen und die Reduktion des durch­schnittlichen Diskontsatzes um um 27 Basis­punkte auf 3.77% (ermittelt durch den unabhängigen Bewerter). Diese Reduktion spiegelt die aktuelle Dynamik im Schweizer Immobilien­markt.

Die im Februar 2025 im Rahmen einer Kapital­erhöhung aufgenommenen Mittel in Höhe von CHF 300 Mio. wurden bis zum Jahres­ende vollständig und wie geplant wert­steigernd investiert. Die erzielten Renditen lagen dabei deutlich über der durch­schnittlichen Portfolio­rendite. Konkret konnten wir in Genf den ehemaligen Haupt­sitz von SGS am Place des Alpes erwerben. In Lausanne kauften wir im August ein viel­fältig genutztes Büro­gebäude beim Bahnhof Prilly und im Dezember den Hauptsitz der Schweizer Börse in Zürich-West. Zudem gelang es uns, durch einen Asset-Tausch eine Gebäudearrondierung an Bestlage an der Zürcher Bahnhofstrasse im Tausch gegen zwei Objekte in Nicht-Fokus-Regionen umzusetzen. Die Trans­aktionen unter­streichen unseren Fokus auf erst­klassige und zentral gelegene Büro­liegen­schaften und zeigen, dass wir auch in einem kompetitiven Markt attraktive und wertsteigernde Zukäufe tätigen können.

Im Rahmen unserer laufenden Portfolio­optimierung haben wir im vergangenen Jahr zehn Liegen­schaften mit einem Gesamt­marktwert von CHF 129.1 Mio. veräussert. Dadurch und unter Berück­sichtigung der Zukäufe reduzierte sich die Gesamt­zahl der Immobilien per Ende 2025 auf 132 Objekte nach 139 im Vorjahr. Die Verkäufe betrafen vor allem kleinere Liegen­schaften, haupt­sächlich im Retail­bereich, sowie einige Projekt­entwicklungen, in deren Rahmen sich Büro in Wohnen umnutzen liess, um – im Rahmen des Capital-Recyclings – den strategischen Fokus noch stärker auf grössere kommerzielle Objekte an zentralen Standorten zu legen. Hier sehen wir die spannendsten Miet­potenziale, und entsprechend haben wir unser Portfolio in den vergangenen Jahren vermehrt auf diese Standorte konzentriert.

Parallel dazu investierten wir insbesondere in zukunfts­weisende Entwicklungs­projekte in Zürich, unter anderem in den Erweiterungs­bau auf dem YOND Campus, den Umbau von Jelmoli sowie die Sanierung der historischen Fraumünsterpost und des Talackers.


EPRA NTA

in CHF pro Aktie

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FFO I
(fort­ge­führte Geschäfts­bereiche)

in CHF pro Aktie

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Dividendenvorschlag

in CHF pro Aktie

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Asset Management mit starkem Wachstum

Im vergangenen Geschäfts­jahr konnte das Asset Management seinen Wachstums­kurs erfolgreich fortsetzen. Die verwalteten Vermögen stiegen zum Jahres­ende auf CHF 14.3 Mrd., nach CHF 13.3 Mrd. im Vorjahr. Wesentlich dazu beigetragen haben rekord­hohe Neu­emissionen und Neu­gelder in der Höhe von insgesamt CHF 1 Mrd. Über die gesamte Produkt­palette hinweg war die Nachfrage stark – nicht nur aufgrund des aktuell attraktiven Zins­umfeldes für Immobilien­anlagen, sondern auch dank der überzeugenden Renditen und des Anlage­fokus unserer Produkte.

Besonders hervor­zuheben ist die Entwicklung unserer drei Flagship-Produkte: Swiss Prime Anlagestiftung (SPA), Akara Swiss Diversity Property Fund PK (ADPK) sowie die fast ausschliesslich auf Wohnen fokussierte Fundamenta Group Investment Foundation. Für diese Produkte wurden im Jahr 2025 fünf Kapital­erhöhungen durchgeführt, wobei Investoren frisches Kapital in Höhe von insgesamt CHF 756 Mio. zeichneten. Ein Teil dieser Mittel konnte bereits 2025 gewinn­bringend investiert werden, während die Pipeline für weitere Zukäufe gut gefüllt ist. Darüber hinaus verfolgen wir in den meisten Fonds-Gefässen auch – wie im eigenen Portfolio – eine aktive Capital-Recycling-Strategie, wobei wir Objekte verkaufen, bei denen wir nur noch eine limitierte Wert­schöpfung sehen, um diese Mittel in Zukäufe oder Entwicklungen zu investieren. Das steigert die Performance des Produkts und liefert zusätzlich Erträge für uns als Asset Manager.

Darüber hinaus konnten wir mit unserem jüngsten Anlage­produkt – dem kommerziellen Fonds SPSS IFC – im Dezember mit dem erfolgreichen Börsen­gang einen wichtigen Meilen­stein erreichen und das attraktive Vehikel damit optimal für weiteres Wachs­tum positionieren. Der Fonds wurde noch im Dezember in die Indizes «SXI Real Estate Broad» und «SXI Real Estate Funds Broad» aufgenommen, was ihn für weitere Investoren­gruppen attraktiv macht.

Der Betriebsertrag im Asset Management stieg im Jahres­vergleich um 18.1% auf CHF 83.6 Mio. Der umsichtige Ansatz der Gruppe zeigt sich darin, dass rund zwei Drittel des Erlöses aus wieder­kehrenden Erträgen in Form von Management Fees und nur ein Drittel aus transaktions­bezogenen Einnahmen wie Kauf- und Verkaufs­kommissionen oder Vertriebs­gebühren stammt. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr Transaktionen mit einem Gesamt­volumen von rund CHF 1.7 Mrd. abgewickelt.

Mit der erstmaligen ganz­jährigen Integration von Fundamenta hat sich die Asset Management-Sparte endgültig als führender unabhängiger Vermögens­verwalter für Immobilien­lösungen in der Schweiz etabliert.

Im Berichts­jahr konnten durch die vollständige Integration der Fundamenta Gruppe und das starke organische Wachstum weitere Synergien und Skaleneffekte realisiert werden: Der Betriebs­aufwand im Asset Management sank im Jahres­vergleich leicht auf CHF 32.8 Mio. und der operative Betriebs­gewinn (EBITDA) stieg um 30.7% auf CHF 54.9 Mio. mit einer EBITDA-Marge von 66% nach 59% im Vorjahr.

Stabiler Gewinn aus operativer Tätigkeit

Im Geschäfts­jahr 2025 erwirtschaftete Swiss Prime Site auf Konzernebene einen Betriebs­ertrag von CHF 553.4 Mio., verglichen mit CHF 663.4 Mio. im Vorjahr. Dieser Rück­gang ist nahezu ausschliesslich auf die Schliessung von Jelmoli im Februar 2025 zurück­zuführen, wodurch die Erträge aus dem Retail­geschäft wegfielen. Unter Aus­klammerung dieses Effektes resultierte ein vergleich­barer Betriebs­ertrag von CHF 537.0 Mio. nach CHF 523.5 Mio. bzw. ein Wachs­tum von 2.6%.

Gleichzeitig konnte der Betriebs­aufwand – insbesondere durch den Wegfall der Jelmoli-bezogenen Kosten und zusätzliche Effizienz­steigerungen in der Immobilien­bewirtschaftung – signifikant reduziert werden. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Betriebs­aufwand um 42.3% auf CHF 148.2 Mio. – auf einer bereinigten Basis ohne Jelmoli um 2.8%.

Der Betriebs­gewinn (EBITDA), bereinigt um Neubewertungs­effekte und Beiträge aus Immobilien­verkäufen, belief sich im Jahr 2025 auf CHF 410.1 Mio. und lag damit geringfügig unter dem Vorjahres­wert von CHF 415.1 Mio.

Dank niedrigeren Finanzierungs­kosten und eines optimierten Steuer­aufwands stieg der konsolidierte Rein­gewinn auf CHF 382.5 Mio. nach CHF 360.3 Mio., was einer Zunahme um 6.2% entspricht. Der Gewinn pro Aktie inklusive Neubewertungs­effekt lag bei CHF 4.79 nach CHF 4.67 im Vorjahr. Unter Ausklammerung dieses Effektes resultierte ein Gewinn pro Aktie von CHF 3.96 nach CHF 3.78 im Vorjahr.

Breit diversifizierte Finanzierung zu attraktiven Konditionen

Swiss Prime Site zeichnet sich durch eine starke Eigen­kapital­basis, hohe Liquiditäts­reserven und breit diversifizierte Finanzierungs­quellen aus. Diese solide und konservative Finanzierungs­struktur wurde auch 2025 mit einem erneuerten Moody’s A3-Rating bestätigt.

Im Immobilien­segment lag die Finanzierungs­quote (Loan-to-Value, LTV) zum Jahresende bei 38.1% nach 38.3% im Vorjahr. Das verzinsliche Fremdkapital ohne Leasing­verbindlichkeiten belief sich zum Bilanz­stichtag auf CHF 5.6 Mrd., nach CHF 5.3 Mrd. im Vorjahr. Die durch­schnittliche Laufzeit der Finanzierungen betrug 3.9 Jahre nach 4.3 Jahren.

Der Anstieg der Finanzierungs­verbindlichkeiten erklärt sich hauptsächlich durch das Portfolio­wachstum aus den Zukäufen, wobei, ergänzend zum Eigen­kapital, zusätzliche Fremd­mittel zur Beibehaltung des Leverage aufgenommen wurden. Im Rahmen unserer umsichtigen Finanzierungs­strategie haben wir unsere Finanzierungs­quellen dabei weiter diversifiziert und unsere Kapital­basis noch wider­stands­fähiger gemacht: Im September haben wir erstmals einen Eurobond im Umfang von EUR 500 Mio. erfolgreich begeben – und das zu äquivalenten Konditionen wie auf dem Schweizer Heimatmarkt. Die starke Über­zeichnung (EUR 4.3 Mrd. in nur 3 Stunden) zu attraktiven Konditionen unterstreicht das Vertrauen der Investoren in Swiss Prime Site und die hohe Qualität unseres Immobilien­portfolios.

Auch im Geschäftsjahr 2025 haben wir unsere nachhaltige Finanzierungs­strategie weiter vorangetrieben. Insgesamt begaben wir CHF 777 Mio. in Form sogenannter Green Bonds und konnten das gesamte Volumen auf grüne Neu­ankäufe sowie auf die laufenden Umbau­projekte zuweisen.

Dank des aktuell niedrigen Zins­umfeldes sowie des risiko­bewussten variablen Anteils der Finanzierungen sind die durch­schnittlichen Finanzierungs­kosten im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Der durchschnittliche Zinssatz belief sich auf 0.94%, nach 1.10% im Vorjahr.

«Wir blicken optimistisch auf das kommende Geschäftsjahr und erwarten ein weiterhin vorteilhaftes Umfeld für den Schweizer Immobilienmarkt.»

Marcel Kucher

Zuversicht für das Geschäftsjahr 2026

Swiss Prime Site blickt optimistisch auf das kommende Geschäfts­jahr 2026 und erwartet ein weiterhin vorteil­haftes Umfeld für den Schweizer Immobilien­markt. Die niedrigen Zinsen in der Schweiz sorgen für attraktive Finanzierungs­konditionen und mangels alternativer, gleich­wertiger Anlage­möglichkeiten dürfte die Nach­frage nach Immobilien auch im nächsten Jahr hoch bleiben und die Preise stützen. Zusätzlich wird der stabile Schweizer Immobilien­markt vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Unsicherheiten als sicherer Hafen wahr­genommen, was insbesondere institutionelle Investoren anzieht.

Von diesem Markt­umfeld profitiert vor allem die Asset Management-Sparte von Swiss Prime Site. Mit einer breit diversifizierten und umfassenden Produkt- und Dienstleistungs­palette bietet das Unternehmen privaten und institutionellen Anlegern die Möglichkeit, breit gestreut in Wohn- und Gewerbe­immobilien mit attraktiven Fest­renditen zu investieren. Mittel­fristig strebt Swiss Prime Site an, die verwalteten Vermögen (Assets under Management) bis Ende 2027 auf über CHF 16 Mrd. zu steigern und ein EBITDA von über CHF 75 Mio. zu erwirtschaften.

Für das Immobilien­segment rechnet das Unter­nehmen im Jahr 2026 mit deutlich steigenden Miet­erträgen. Die im Jahr 2025 getätigten Zukäufe werden den Miet­ertrag insgesamt um rund CHF 17 Mio. erhöhen. Die Stärkung der Kapital­basis erlaubt zudem eine leichte Reduktion der geplanten Immobilien­verkäufe im Rahmen des laufenden Capital Recyclings. Entsprechend rechnet Swiss Prime Site nun direkt und indirekt mit knapp CHF 20 Millionen höheren Miet­einnahmen aus der Kapital­erhöhung ab 2026. Darüber hinaus wird mit einem weiter leicht rück­läufigen Leer­stand gerechnet. Das mittel­fristige Ziel, bis 2028 einen Miet­ertrag von CHF 500 Mio. zu erreichen, befindet sich bereits in greifbarer Nähe.

Auf Gruppen­ebene wird für das Geschäfts­jahr 2026 eine weitere Steigerung des operativen Ergebnisses erwartet. Zudem rechnet Swiss Prime Site mit einem FFO I pro Aktie zwischen CHF 4.25 und CHF 4.30. Wie jedes Jahr wollen wir damit eine stabile bis wachsende Dividenden­ausschüttung möglich machen. Dies bei einem weiterhin stabilen Verschuldungs­grad von unter 39% und damit mit einem gleich­bleibenden Risikoappetit.

Kennzahlen im Vergleich

Swiss Prime Site

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Swiss Prime Site Immobilien

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Swiss Prime Site Solutions

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