Geschichten, die uns bewegen

Geschichten, die uns bewegen

Als führende Immobiliengesellschaft schaffen wir mehr Wert und gestalten nachhaltig Lebensräume; innovativ und leidenschaftlich. Bei unseren Immobilien­investitionen und -produkten setzen wir Standards und haben stets den Anspruch, Mehrwert für unsere Anspruchs­gruppen zu schaffen. Dabei sind wir der Nach­haltigkeit verpflichtet und übernehmen Verantwortung für unser Handeln, unsere Umwelt und die Gesellschaft.

Green Leases – ein Marathon und kein Sprint!

Mit der Energie­strategie 2050 hat der Bund im letzten Jahr die Weichen in eine Zukunft mit weniger Umwelt­belastung gelegt. Damit gewinnen Nach­haltig­keits­themen und ESG (Environmental, Social, Governance) weiter an Bedeutung und werden zunehmend in den individuellen Unter­nehmens­­strategien verankert.

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Mehr Erfolg für unsere Städte

Warum entscheiden sich im Zeitalter der Digitalisierung gerade innovative, digital aufgestellte und technologisch hochspezialisierte Unternehmen für den Standort Schweiz? Neben den offensichtlichen Faktoren wie Steuern, Mobilität, Bevölkerungsentwicklung oder Bildungssystem ist es vor allem eins: Die unternehmerfreundliche Gesetzgebung.

Stakeholder Infrastruktur Innovation

In Zürich befindet sich die grösste Basis von Google ausserhalb den USA. Technologie- und Fintech-Startups wählen das Zuger «Crypto-Valley» als Unternehmensstandort. Huawei plant zwei Forschungszentren in der Schweiz. Der Entscheid für oder gegen eine Niederlassung oder einen Unternehmenssitz ist für Firmen von grosser Bedeutung. Wichtig sind dabei oft tiefe Steuern, eine verkehrstechnisch optimale Lage und die Nähe zu Flughäfen. Doch auch die Bevölkerungsentwicklung und -struktur sowie das Bildungssystem sind bedeutende Faktoren. Ganz besonders achten internationale Firmen auf eine unternehmerfreundliche Gesetzgebung. Häufig werden all diese Eigenschaften in Standort-Ranglisten zusammengefasst. Schweizer Städte stehen dabei zumeist an vorderster Stelle.

Erfolgreiche intelligente Städte

Städte waren schon immer Orte des Handels, der Kommunikation und Innovation. Mit dem Fortschritt gewann die Nähe zu Fabriken, Servicedienstleistern und Kunden an Bedeutung. Der Zugang zu Kapital, neuartigen Finanzierungsmöglichkeiten, besser ausgebauten Handelswegen wie auch immer schnellere Kommunikationskanäle sorgten für weiteren Schwung in der Entwicklung von Städten. Entscheidend war aber immer der einfache und direkte Zugang zu Information, Wissen, Fähigkeiten und Innovation. Die sogenannte «4. industrielle Revolution» – die Digitalisierung – betrifft alle Lebensbereiche. Sie schafft schnellere und günstigere Wege der Kommunikation und verlagert gewisse Märkte ins Internet. Wie jede Veränderung bringt dies viele Erneuerungen mit sich. Bei Unternehmen gefragte und erfolgreiche Städte unterstützen dabei den Aufbau und den Betrieb verschiedener Handels- und Kommunikationsplattformen und stärken den Informations- und Warenfluss. Weiter sind sie gegenüber neuen Trends und Technologien offen eingestellt und schaffen fördernde Rahmenbedingungen. Städte bleiben auch im heutigen digitalen Zeitalter ein sehr wichtiger Marktplatz. Sie werden oft als «Hubs» bezeichnet. Derzeit fokussieren sich die Strategien zur Digitalisierung der Städte auf die zentralen Funktionen wie Sicherheit, Gesundheit, Verkehr, Wasser- und Energieversorgung sowie die Abfallentsorgung. Das Ziel dabei ist es, intelligente Städte zu schaffen.

Digitalisierung braucht Flexibilität

Die Chancen der Digitalisierung hat auch die Politik erkannt. Eine intelligente Stadt («Smart City») ist aber nicht einfach eine «digitalisierte Stadt». Kluge Städte nehmen die Bedürfnisse ihrer Bewohner, Arbeitskräfte, Besucher und Unternehmen ernst und schaffen langfristig die Voraussetzungen zur Verbesserung der Lebens-, Arbeits- und Unternehmensqualität. Entwicklungen rund um neue Lern- und Arbeitswelten zeigen auch wie wichtig es ist, sich als «Wissensstandort» zu positionieren. Die Zukunft gehört gut vernetzten Städten. Dies alles fordert von der Immobilienwirtschaft ebenfalls schnelle Anpassungen. Dem im Weg stehen aber lange Planungs-, Bewilligungs- und Realisierungszeiten für Neubauten oder Umnutzungen. Technologie, Bauprozess und Gesetzgebung bewegen sich nicht im Gleichschritt. Die Schweizer Politik hat aber die Zeichen der Zeit erkannt. Dies zeigen beispielsweise das Programm «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung» oder die Strategie «Digitale Schweiz».

Standorte durch Freiheiten stärken

Damit unsere Städte weiterhin erfolgreich bleiben, sind mutige Lösungen notwendig. Einiges muss neu gedacht und ausprobiert werden. Dazu gehören zum Beispiel die flexiblere Handhabe des «urbanen Raums» oder das Hinterfragen der traditionellen Bauzonen. Eine intelligente Stadt bricht nämlich das Zonendenken auf und ermöglicht Räume und Freiheiten. Denkbar wären zukünftig Testzonen oder -gebiete, in denen mit verschiedenen «Lebensräumen» experimentiert werden könnte. Werden beispielsweise bestimmte Emissionswerte nicht überschritten, könnten auch Gewerbeobjekte in einem Wohnquartier – oder umgekehrt – realisiert werden. Um Umnutzungen zu vereinfachen, könnten Zonen auch nur vorübergehend definiert werden. Nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne würde dann neu beurteilt. Die «Sharing-» und «Service-Economy» zeigt eindrücklich, dass nicht alles fix und für lange Zeit geregelt, gebaut oder besessen werden muss. Die Gesetzgebung steht heute vielfach im Widerspruch dazu.

«Die Rahmen­bedingungen und Bewilligungs­verfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissens­gesellschaft sowie Wissens­ökonomie weiter vorantreiben.»

Dr. Alexandra Bay, Head Group Research bei Swiss Prime Site

Moderne Regulierung im digitalen Zeitalter

Eine intelligente und moderne Regulierung nutzt die Digitalisierung, um «smarte Lebensräume» zu ermöglichen. Die Rahmenbedingungen und Bewilligungsverfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissensgesellschaft sowie -ökonomie weiter vorantreiben. Die Vision ist ein zeitgemässes Regelwerk, das Innovation fördert. Eine smarte «Regulierung 4.0» wird der Schweizer Immobilienwirtschaft noch mutigere Lösungen für zukunftsfähige Lebensräume erlauben und damit den Nährboden für weitere positive Standortentscheide von internationalen Unternehmen bilden.

Dieser Artikel ist in ausführlicher Fassung in der NZZ-Verlagsbeilage im Rahmen der NZZ Real Estate Days 2018 erschienen.

Der Stücki Park – hier trifft Life Science auf Business

Seit 2017 wird das Areal, das in Basel einfach «Stüggi» genannt wird, umfassend transformiert und neu positioniert. Aus einem ehe­maligen Einkaufs­tempel ist mittlerweile ein Lebens­raum für Frei­zeit, Unterhaltung, Arbeiten und vor allem Forschung, Entwicklung sowie Wissens­transfer entstanden. Die ehemalige industrielle Stück­färberei am Rande der Stadt mausert sich zu einem Zentrum und attraktiven Life Science Hub von über­regionaler Bedeutung.

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Mehr Erfolg für unsere Städte

Warum entscheiden sich im Zeitalter der Digitalisierung gerade innovative, digital aufgestellte und technologisch hochspezialisierte Unternehmen für den Standort Schweiz? Neben den offensichtlichen Faktoren wie Steuern, Mobilität, Bevölkerungsentwicklung oder Bildungssystem ist es vor allem eins: Die unternehmerfreundliche Gesetzgebung.

Stakeholder Infrastruktur Innovation

In Zürich befindet sich die grösste Basis von Google ausserhalb den USA. Technologie- und Fintech-Startups wählen das Zuger «Crypto-Valley» als Unternehmensstandort. Huawei plant zwei Forschungszentren in der Schweiz. Der Entscheid für oder gegen eine Niederlassung oder einen Unternehmenssitz ist für Firmen von grosser Bedeutung. Wichtig sind dabei oft tiefe Steuern, eine verkehrstechnisch optimale Lage und die Nähe zu Flughäfen. Doch auch die Bevölkerungsentwicklung und -struktur sowie das Bildungssystem sind bedeutende Faktoren. Ganz besonders achten internationale Firmen auf eine unternehmerfreundliche Gesetzgebung. Häufig werden all diese Eigenschaften in Standort-Ranglisten zusammengefasst. Schweizer Städte stehen dabei zumeist an vorderster Stelle.

Erfolgreiche intelligente Städte

Städte waren schon immer Orte des Handels, der Kommunikation und Innovation. Mit dem Fortschritt gewann die Nähe zu Fabriken, Servicedienstleistern und Kunden an Bedeutung. Der Zugang zu Kapital, neuartigen Finanzierungsmöglichkeiten, besser ausgebauten Handelswegen wie auch immer schnellere Kommunikationskanäle sorgten für weiteren Schwung in der Entwicklung von Städten. Entscheidend war aber immer der einfache und direkte Zugang zu Information, Wissen, Fähigkeiten und Innovation. Die sogenannte «4. industrielle Revolution» – die Digitalisierung – betrifft alle Lebensbereiche. Sie schafft schnellere und günstigere Wege der Kommunikation und verlagert gewisse Märkte ins Internet. Wie jede Veränderung bringt dies viele Erneuerungen mit sich. Bei Unternehmen gefragte und erfolgreiche Städte unterstützen dabei den Aufbau und den Betrieb verschiedener Handels- und Kommunikationsplattformen und stärken den Informations- und Warenfluss. Weiter sind sie gegenüber neuen Trends und Technologien offen eingestellt und schaffen fördernde Rahmenbedingungen. Städte bleiben auch im heutigen digitalen Zeitalter ein sehr wichtiger Marktplatz. Sie werden oft als «Hubs» bezeichnet. Derzeit fokussieren sich die Strategien zur Digitalisierung der Städte auf die zentralen Funktionen wie Sicherheit, Gesundheit, Verkehr, Wasser- und Energieversorgung sowie die Abfallentsorgung. Das Ziel dabei ist es, intelligente Städte zu schaffen.

Digitalisierung braucht Flexibilität

Die Chancen der Digitalisierung hat auch die Politik erkannt. Eine intelligente Stadt («Smart City») ist aber nicht einfach eine «digitalisierte Stadt». Kluge Städte nehmen die Bedürfnisse ihrer Bewohner, Arbeitskräfte, Besucher und Unternehmen ernst und schaffen langfristig die Voraussetzungen zur Verbesserung der Lebens-, Arbeits- und Unternehmensqualität. Entwicklungen rund um neue Lern- und Arbeitswelten zeigen auch wie wichtig es ist, sich als «Wissensstandort» zu positionieren. Die Zukunft gehört gut vernetzten Städten. Dies alles fordert von der Immobilienwirtschaft ebenfalls schnelle Anpassungen. Dem im Weg stehen aber lange Planungs-, Bewilligungs- und Realisierungszeiten für Neubauten oder Umnutzungen. Technologie, Bauprozess und Gesetzgebung bewegen sich nicht im Gleichschritt. Die Schweizer Politik hat aber die Zeichen der Zeit erkannt. Dies zeigen beispielsweise das Programm «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung» oder die Strategie «Digitale Schweiz».

Standorte durch Freiheiten stärken

Damit unsere Städte weiterhin erfolgreich bleiben, sind mutige Lösungen notwendig. Einiges muss neu gedacht und ausprobiert werden. Dazu gehören zum Beispiel die flexiblere Handhabe des «urbanen Raums» oder das Hinterfragen der traditionellen Bauzonen. Eine intelligente Stadt bricht nämlich das Zonendenken auf und ermöglicht Räume und Freiheiten. Denkbar wären zukünftig Testzonen oder -gebiete, in denen mit verschiedenen «Lebensräumen» experimentiert werden könnte. Werden beispielsweise bestimmte Emissionswerte nicht überschritten, könnten auch Gewerbeobjekte in einem Wohnquartier – oder umgekehrt – realisiert werden. Um Umnutzungen zu vereinfachen, könnten Zonen auch nur vorübergehend definiert werden. Nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne würde dann neu beurteilt. Die «Sharing-» und «Service-Economy» zeigt eindrücklich, dass nicht alles fix und für lange Zeit geregelt, gebaut oder besessen werden muss. Die Gesetzgebung steht heute vielfach im Widerspruch dazu.

«Die Rahmen­bedingungen und Bewilligungs­verfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissens­gesellschaft sowie Wissens­ökonomie weiter vorantreiben.»

Dr. Alexandra Bay, Head Group Research bei Swiss Prime Site

Moderne Regulierung im digitalen Zeitalter

Eine intelligente und moderne Regulierung nutzt die Digitalisierung, um «smarte Lebensräume» zu ermöglichen. Die Rahmenbedingungen und Bewilligungsverfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissensgesellschaft sowie -ökonomie weiter vorantreiben. Die Vision ist ein zeitgemässes Regelwerk, das Innovation fördert. Eine smarte «Regulierung 4.0» wird der Schweizer Immobilienwirtschaft noch mutigere Lösungen für zukunftsfähige Lebensräume erlauben und damit den Nährboden für weitere positive Standortentscheide von internationalen Unternehmen bilden.

Dieser Artikel ist in ausführlicher Fassung in der NZZ-Verlagsbeilage im Rahmen der NZZ Real Estate Days 2018 erschienen.

Dekarbonisierung, Netto-Null und Gebäude als Kraftwerk

Innovation ist der Schmier­stoff unserer nachhaltigen Geschäfts­führung und daher fest in die Strategie von Swiss Prime Site eingebettet. Dies ermöglicht es uns, Innovation über all unsere Geschäfts­felder hinweg integriert zu behandeln. Gerade im Hin­blick auf unser Klima­ziel «Netto-Null bis 2040» ist dies wichtiger denn je.

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Mehr Erfolg für unsere Städte

Warum entscheiden sich im Zeitalter der Digitalisierung gerade innovative, digital aufgestellte und technologisch hochspezialisierte Unternehmen für den Standort Schweiz? Neben den offensichtlichen Faktoren wie Steuern, Mobilität, Bevölkerungsentwicklung oder Bildungssystem ist es vor allem eins: Die unternehmerfreundliche Gesetzgebung.

Stakeholder Infrastruktur Innovation

In Zürich befindet sich die grösste Basis von Google ausserhalb den USA. Technologie- und Fintech-Startups wählen das Zuger «Crypto-Valley» als Unternehmensstandort. Huawei plant zwei Forschungszentren in der Schweiz. Der Entscheid für oder gegen eine Niederlassung oder einen Unternehmenssitz ist für Firmen von grosser Bedeutung. Wichtig sind dabei oft tiefe Steuern, eine verkehrstechnisch optimale Lage und die Nähe zu Flughäfen. Doch auch die Bevölkerungsentwicklung und -struktur sowie das Bildungssystem sind bedeutende Faktoren. Ganz besonders achten internationale Firmen auf eine unternehmerfreundliche Gesetzgebung. Häufig werden all diese Eigenschaften in Standort-Ranglisten zusammengefasst. Schweizer Städte stehen dabei zumeist an vorderster Stelle.

Erfolgreiche intelligente Städte

Städte waren schon immer Orte des Handels, der Kommunikation und Innovation. Mit dem Fortschritt gewann die Nähe zu Fabriken, Servicedienstleistern und Kunden an Bedeutung. Der Zugang zu Kapital, neuartigen Finanzierungsmöglichkeiten, besser ausgebauten Handelswegen wie auch immer schnellere Kommunikationskanäle sorgten für weiteren Schwung in der Entwicklung von Städten. Entscheidend war aber immer der einfache und direkte Zugang zu Information, Wissen, Fähigkeiten und Innovation. Die sogenannte «4. industrielle Revolution» – die Digitalisierung – betrifft alle Lebensbereiche. Sie schafft schnellere und günstigere Wege der Kommunikation und verlagert gewisse Märkte ins Internet. Wie jede Veränderung bringt dies viele Erneuerungen mit sich. Bei Unternehmen gefragte und erfolgreiche Städte unterstützen dabei den Aufbau und den Betrieb verschiedener Handels- und Kommunikationsplattformen und stärken den Informations- und Warenfluss. Weiter sind sie gegenüber neuen Trends und Technologien offen eingestellt und schaffen fördernde Rahmenbedingungen. Städte bleiben auch im heutigen digitalen Zeitalter ein sehr wichtiger Marktplatz. Sie werden oft als «Hubs» bezeichnet. Derzeit fokussieren sich die Strategien zur Digitalisierung der Städte auf die zentralen Funktionen wie Sicherheit, Gesundheit, Verkehr, Wasser- und Energieversorgung sowie die Abfallentsorgung. Das Ziel dabei ist es, intelligente Städte zu schaffen.

Digitalisierung braucht Flexibilität

Die Chancen der Digitalisierung hat auch die Politik erkannt. Eine intelligente Stadt («Smart City») ist aber nicht einfach eine «digitalisierte Stadt». Kluge Städte nehmen die Bedürfnisse ihrer Bewohner, Arbeitskräfte, Besucher und Unternehmen ernst und schaffen langfristig die Voraussetzungen zur Verbesserung der Lebens-, Arbeits- und Unternehmensqualität. Entwicklungen rund um neue Lern- und Arbeitswelten zeigen auch wie wichtig es ist, sich als «Wissensstandort» zu positionieren. Die Zukunft gehört gut vernetzten Städten. Dies alles fordert von der Immobilienwirtschaft ebenfalls schnelle Anpassungen. Dem im Weg stehen aber lange Planungs-, Bewilligungs- und Realisierungszeiten für Neubauten oder Umnutzungen. Technologie, Bauprozess und Gesetzgebung bewegen sich nicht im Gleichschritt. Die Schweizer Politik hat aber die Zeichen der Zeit erkannt. Dies zeigen beispielsweise das Programm «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung» oder die Strategie «Digitale Schweiz».

Standorte durch Freiheiten stärken

Damit unsere Städte weiterhin erfolgreich bleiben, sind mutige Lösungen notwendig. Einiges muss neu gedacht und ausprobiert werden. Dazu gehören zum Beispiel die flexiblere Handhabe des «urbanen Raums» oder das Hinterfragen der traditionellen Bauzonen. Eine intelligente Stadt bricht nämlich das Zonendenken auf und ermöglicht Räume und Freiheiten. Denkbar wären zukünftig Testzonen oder -gebiete, in denen mit verschiedenen «Lebensräumen» experimentiert werden könnte. Werden beispielsweise bestimmte Emissionswerte nicht überschritten, könnten auch Gewerbeobjekte in einem Wohnquartier – oder umgekehrt – realisiert werden. Um Umnutzungen zu vereinfachen, könnten Zonen auch nur vorübergehend definiert werden. Nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne würde dann neu beurteilt. Die «Sharing-» und «Service-Economy» zeigt eindrücklich, dass nicht alles fix und für lange Zeit geregelt, gebaut oder besessen werden muss. Die Gesetzgebung steht heute vielfach im Widerspruch dazu.

«Die Rahmen­bedingungen und Bewilligungs­verfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissens­gesellschaft sowie Wissens­ökonomie weiter vorantreiben.»

Dr. Alexandra Bay, Head Group Research bei Swiss Prime Site

Moderne Regulierung im digitalen Zeitalter

Eine intelligente und moderne Regulierung nutzt die Digitalisierung, um «smarte Lebensräume» zu ermöglichen. Die Rahmenbedingungen und Bewilligungsverfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissensgesellschaft sowie -ökonomie weiter vorantreiben. Die Vision ist ein zeitgemässes Regelwerk, das Innovation fördert. Eine smarte «Regulierung 4.0» wird der Schweizer Immobilienwirtschaft noch mutigere Lösungen für zukunftsfähige Lebensräume erlauben und damit den Nährboden für weitere positive Standortentscheide von internationalen Unternehmen bilden.

Dieser Artikel ist in ausführlicher Fassung in der NZZ-Verlagsbeilage im Rahmen der NZZ Real Estate Days 2018 erschienen.

Maaglive: eine Arbeits-, Wohn- und Kulturoase

Mit dem Bau des Prime Towers, den Annexbauten Cubus und Diagonal sowie dem Geschäfts­gebäude Plat­form wurde das Areal der ehemaligen Zahn­räder Maag AG beim Bahnhof Hard­brücke belebt. Die Bauten prägen das Stadt­viertel bis heute mit. Mit dem Projekt Maaglive beginnt nun ein neues Kapitel.

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Warum entscheiden sich im Zeitalter der Digitalisierung gerade innovative, digital aufgestellte und technologisch hochspezialisierte Unternehmen für den Standort Schweiz? Neben den offensichtlichen Faktoren wie Steuern, Mobilität, Bevölkerungsentwicklung oder Bildungssystem ist es vor allem eins: Die unternehmerfreundliche Gesetzgebung.

Stakeholder Infrastruktur Innovation

In Zürich befindet sich die grösste Basis von Google ausserhalb den USA. Technologie- und Fintech-Startups wählen das Zuger «Crypto-Valley» als Unternehmensstandort. Huawei plant zwei Forschungszentren in der Schweiz. Der Entscheid für oder gegen eine Niederlassung oder einen Unternehmenssitz ist für Firmen von grosser Bedeutung. Wichtig sind dabei oft tiefe Steuern, eine verkehrstechnisch optimale Lage und die Nähe zu Flughäfen. Doch auch die Bevölkerungsentwicklung und -struktur sowie das Bildungssystem sind bedeutende Faktoren. Ganz besonders achten internationale Firmen auf eine unternehmerfreundliche Gesetzgebung. Häufig werden all diese Eigenschaften in Standort-Ranglisten zusammengefasst. Schweizer Städte stehen dabei zumeist an vorderster Stelle.

Erfolgreiche intelligente Städte

Städte waren schon immer Orte des Handels, der Kommunikation und Innovation. Mit dem Fortschritt gewann die Nähe zu Fabriken, Servicedienstleistern und Kunden an Bedeutung. Der Zugang zu Kapital, neuartigen Finanzierungsmöglichkeiten, besser ausgebauten Handelswegen wie auch immer schnellere Kommunikationskanäle sorgten für weiteren Schwung in der Entwicklung von Städten. Entscheidend war aber immer der einfache und direkte Zugang zu Information, Wissen, Fähigkeiten und Innovation. Die sogenannte «4. industrielle Revolution» – die Digitalisierung – betrifft alle Lebensbereiche. Sie schafft schnellere und günstigere Wege der Kommunikation und verlagert gewisse Märkte ins Internet. Wie jede Veränderung bringt dies viele Erneuerungen mit sich. Bei Unternehmen gefragte und erfolgreiche Städte unterstützen dabei den Aufbau und den Betrieb verschiedener Handels- und Kommunikationsplattformen und stärken den Informations- und Warenfluss. Weiter sind sie gegenüber neuen Trends und Technologien offen eingestellt und schaffen fördernde Rahmenbedingungen. Städte bleiben auch im heutigen digitalen Zeitalter ein sehr wichtiger Marktplatz. Sie werden oft als «Hubs» bezeichnet. Derzeit fokussieren sich die Strategien zur Digitalisierung der Städte auf die zentralen Funktionen wie Sicherheit, Gesundheit, Verkehr, Wasser- und Energieversorgung sowie die Abfallentsorgung. Das Ziel dabei ist es, intelligente Städte zu schaffen.

Digitalisierung braucht Flexibilität

Die Chancen der Digitalisierung hat auch die Politik erkannt. Eine intelligente Stadt («Smart City») ist aber nicht einfach eine «digitalisierte Stadt». Kluge Städte nehmen die Bedürfnisse ihrer Bewohner, Arbeitskräfte, Besucher und Unternehmen ernst und schaffen langfristig die Voraussetzungen zur Verbesserung der Lebens-, Arbeits- und Unternehmensqualität. Entwicklungen rund um neue Lern- und Arbeitswelten zeigen auch wie wichtig es ist, sich als «Wissensstandort» zu positionieren. Die Zukunft gehört gut vernetzten Städten. Dies alles fordert von der Immobilienwirtschaft ebenfalls schnelle Anpassungen. Dem im Weg stehen aber lange Planungs-, Bewilligungs- und Realisierungszeiten für Neubauten oder Umnutzungen. Technologie, Bauprozess und Gesetzgebung bewegen sich nicht im Gleichschritt. Die Schweizer Politik hat aber die Zeichen der Zeit erkannt. Dies zeigen beispielsweise das Programm «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung» oder die Strategie «Digitale Schweiz».

Standorte durch Freiheiten stärken

Damit unsere Städte weiterhin erfolgreich bleiben, sind mutige Lösungen notwendig. Einiges muss neu gedacht und ausprobiert werden. Dazu gehören zum Beispiel die flexiblere Handhabe des «urbanen Raums» oder das Hinterfragen der traditionellen Bauzonen. Eine intelligente Stadt bricht nämlich das Zonendenken auf und ermöglicht Räume und Freiheiten. Denkbar wären zukünftig Testzonen oder -gebiete, in denen mit verschiedenen «Lebensräumen» experimentiert werden könnte. Werden beispielsweise bestimmte Emissionswerte nicht überschritten, könnten auch Gewerbeobjekte in einem Wohnquartier – oder umgekehrt – realisiert werden. Um Umnutzungen zu vereinfachen, könnten Zonen auch nur vorübergehend definiert werden. Nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne würde dann neu beurteilt. Die «Sharing-» und «Service-Economy» zeigt eindrücklich, dass nicht alles fix und für lange Zeit geregelt, gebaut oder besessen werden muss. Die Gesetzgebung steht heute vielfach im Widerspruch dazu.

«Die Rahmen­bedingungen und Bewilligungs­verfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissens­gesellschaft sowie Wissens­ökonomie weiter vorantreiben.»

Dr. Alexandra Bay, Head Group Research bei Swiss Prime Site

Moderne Regulierung im digitalen Zeitalter

Eine intelligente und moderne Regulierung nutzt die Digitalisierung, um «smarte Lebensräume» zu ermöglichen. Die Rahmenbedingungen und Bewilligungsverfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissensgesellschaft sowie -ökonomie weiter vorantreiben. Die Vision ist ein zeitgemässes Regelwerk, das Innovation fördert. Eine smarte «Regulierung 4.0» wird der Schweizer Immobilienwirtschaft noch mutigere Lösungen für zukunftsfähige Lebensräume erlauben und damit den Nährboden für weitere positive Standortentscheide von internationalen Unternehmen bilden.

Dieser Artikel ist in ausführlicher Fassung in der NZZ-Verlagsbeilage im Rahmen der NZZ Real Estate Days 2018 erschienen.

Die Immobilien­industrie im Metaversum

Tech-Konzerne treiben mit Investitionen in Milliarden­höhe den Aufbau der nächsten Generation virtueller Welten voran. Im Zuge dessen könnten Immobilien­unternehmen ihre gegenwärtigen Geschäfts­modelle gezielt erweitern. Aber nicht alles, was möglich ist, scheint erfolgs­ver­sprechend.

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Warum entscheiden sich im Zeitalter der Digitalisierung gerade innovative, digital aufgestellte und technologisch hochspezialisierte Unternehmen für den Standort Schweiz? Neben den offensichtlichen Faktoren wie Steuern, Mobilität, Bevölkerungsentwicklung oder Bildungssystem ist es vor allem eins: Die unternehmerfreundliche Gesetzgebung.

Stakeholder Infrastruktur Innovation

In Zürich befindet sich die grösste Basis von Google ausserhalb den USA. Technologie- und Fintech-Startups wählen das Zuger «Crypto-Valley» als Unternehmensstandort. Huawei plant zwei Forschungszentren in der Schweiz. Der Entscheid für oder gegen eine Niederlassung oder einen Unternehmenssitz ist für Firmen von grosser Bedeutung. Wichtig sind dabei oft tiefe Steuern, eine verkehrstechnisch optimale Lage und die Nähe zu Flughäfen. Doch auch die Bevölkerungsentwicklung und -struktur sowie das Bildungssystem sind bedeutende Faktoren. Ganz besonders achten internationale Firmen auf eine unternehmerfreundliche Gesetzgebung. Häufig werden all diese Eigenschaften in Standort-Ranglisten zusammengefasst. Schweizer Städte stehen dabei zumeist an vorderster Stelle.

Erfolgreiche intelligente Städte

Städte waren schon immer Orte des Handels, der Kommunikation und Innovation. Mit dem Fortschritt gewann die Nähe zu Fabriken, Servicedienstleistern und Kunden an Bedeutung. Der Zugang zu Kapital, neuartigen Finanzierungsmöglichkeiten, besser ausgebauten Handelswegen wie auch immer schnellere Kommunikationskanäle sorgten für weiteren Schwung in der Entwicklung von Städten. Entscheidend war aber immer der einfache und direkte Zugang zu Information, Wissen, Fähigkeiten und Innovation. Die sogenannte «4. industrielle Revolution» – die Digitalisierung – betrifft alle Lebensbereiche. Sie schafft schnellere und günstigere Wege der Kommunikation und verlagert gewisse Märkte ins Internet. Wie jede Veränderung bringt dies viele Erneuerungen mit sich. Bei Unternehmen gefragte und erfolgreiche Städte unterstützen dabei den Aufbau und den Betrieb verschiedener Handels- und Kommunikationsplattformen und stärken den Informations- und Warenfluss. Weiter sind sie gegenüber neuen Trends und Technologien offen eingestellt und schaffen fördernde Rahmenbedingungen. Städte bleiben auch im heutigen digitalen Zeitalter ein sehr wichtiger Marktplatz. Sie werden oft als «Hubs» bezeichnet. Derzeit fokussieren sich die Strategien zur Digitalisierung der Städte auf die zentralen Funktionen wie Sicherheit, Gesundheit, Verkehr, Wasser- und Energieversorgung sowie die Abfallentsorgung. Das Ziel dabei ist es, intelligente Städte zu schaffen.

Digitalisierung braucht Flexibilität

Die Chancen der Digitalisierung hat auch die Politik erkannt. Eine intelligente Stadt («Smart City») ist aber nicht einfach eine «digitalisierte Stadt». Kluge Städte nehmen die Bedürfnisse ihrer Bewohner, Arbeitskräfte, Besucher und Unternehmen ernst und schaffen langfristig die Voraussetzungen zur Verbesserung der Lebens-, Arbeits- und Unternehmensqualität. Entwicklungen rund um neue Lern- und Arbeitswelten zeigen auch wie wichtig es ist, sich als «Wissensstandort» zu positionieren. Die Zukunft gehört gut vernetzten Städten. Dies alles fordert von der Immobilienwirtschaft ebenfalls schnelle Anpassungen. Dem im Weg stehen aber lange Planungs-, Bewilligungs- und Realisierungszeiten für Neubauten oder Umnutzungen. Technologie, Bauprozess und Gesetzgebung bewegen sich nicht im Gleichschritt. Die Schweizer Politik hat aber die Zeichen der Zeit erkannt. Dies zeigen beispielsweise das Programm «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung» oder die Strategie «Digitale Schweiz».

Standorte durch Freiheiten stärken

Damit unsere Städte weiterhin erfolgreich bleiben, sind mutige Lösungen notwendig. Einiges muss neu gedacht und ausprobiert werden. Dazu gehören zum Beispiel die flexiblere Handhabe des «urbanen Raums» oder das Hinterfragen der traditionellen Bauzonen. Eine intelligente Stadt bricht nämlich das Zonendenken auf und ermöglicht Räume und Freiheiten. Denkbar wären zukünftig Testzonen oder -gebiete, in denen mit verschiedenen «Lebensräumen» experimentiert werden könnte. Werden beispielsweise bestimmte Emissionswerte nicht überschritten, könnten auch Gewerbeobjekte in einem Wohnquartier – oder umgekehrt – realisiert werden. Um Umnutzungen zu vereinfachen, könnten Zonen auch nur vorübergehend definiert werden. Nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne würde dann neu beurteilt. Die «Sharing-» und «Service-Economy» zeigt eindrücklich, dass nicht alles fix und für lange Zeit geregelt, gebaut oder besessen werden muss. Die Gesetzgebung steht heute vielfach im Widerspruch dazu.

«Die Rahmen­bedingungen und Bewilligungs­verfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissens­gesellschaft sowie Wissens­ökonomie weiter vorantreiben.»

Dr. Alexandra Bay, Head Group Research bei Swiss Prime Site

Moderne Regulierung im digitalen Zeitalter

Eine intelligente und moderne Regulierung nutzt die Digitalisierung, um «smarte Lebensräume» zu ermöglichen. Die Rahmenbedingungen und Bewilligungsverfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissensgesellschaft sowie -ökonomie weiter vorantreiben. Die Vision ist ein zeitgemässes Regelwerk, das Innovation fördert. Eine smarte «Regulierung 4.0» wird der Schweizer Immobilienwirtschaft noch mutigere Lösungen für zukunftsfähige Lebensräume erlauben und damit den Nährboden für weitere positive Standortentscheide von internationalen Unternehmen bilden.

Dieser Artikel ist in ausführlicher Fassung in der NZZ-Verlagsbeilage im Rahmen der NZZ Real Estate Days 2018 erschienen.

Zertifizierung als Basis für nach­haltigen Mehrwert

Eine nachhaltige und zukunfts­gerichtete Unternehmens­führung erhöht die Resilienz des Unter­nehmens, davon sind wir überzeugt. Dies gilt insbesondere für das um­fassende Immobilien­portfolio von Swiss Prime Site. Mit dem Ziel, möglichst viele der rund 180 Liegen­schaften zu zertifizieren, wird ein Referenz­rahmen gebildet, Transparenz geschafft und die Grund­lage gelegt, lang­fristig einen ökologischen, ökonomischen und sozialen Mehr­wert für alle Stake­holder zu generieren.

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Warum entscheiden sich im Zeitalter der Digitalisierung gerade innovative, digital aufgestellte und technologisch hochspezialisierte Unternehmen für den Standort Schweiz? Neben den offensichtlichen Faktoren wie Steuern, Mobilität, Bevölkerungsentwicklung oder Bildungssystem ist es vor allem eins: Die unternehmerfreundliche Gesetzgebung.

Stakeholder Infrastruktur Innovation

In Zürich befindet sich die grösste Basis von Google ausserhalb den USA. Technologie- und Fintech-Startups wählen das Zuger «Crypto-Valley» als Unternehmensstandort. Huawei plant zwei Forschungszentren in der Schweiz. Der Entscheid für oder gegen eine Niederlassung oder einen Unternehmenssitz ist für Firmen von grosser Bedeutung. Wichtig sind dabei oft tiefe Steuern, eine verkehrstechnisch optimale Lage und die Nähe zu Flughäfen. Doch auch die Bevölkerungsentwicklung und -struktur sowie das Bildungssystem sind bedeutende Faktoren. Ganz besonders achten internationale Firmen auf eine unternehmerfreundliche Gesetzgebung. Häufig werden all diese Eigenschaften in Standort-Ranglisten zusammengefasst. Schweizer Städte stehen dabei zumeist an vorderster Stelle.

Erfolgreiche intelligente Städte

Städte waren schon immer Orte des Handels, der Kommunikation und Innovation. Mit dem Fortschritt gewann die Nähe zu Fabriken, Servicedienstleistern und Kunden an Bedeutung. Der Zugang zu Kapital, neuartigen Finanzierungsmöglichkeiten, besser ausgebauten Handelswegen wie auch immer schnellere Kommunikationskanäle sorgten für weiteren Schwung in der Entwicklung von Städten. Entscheidend war aber immer der einfache und direkte Zugang zu Information, Wissen, Fähigkeiten und Innovation. Die sogenannte «4. industrielle Revolution» – die Digitalisierung – betrifft alle Lebensbereiche. Sie schafft schnellere und günstigere Wege der Kommunikation und verlagert gewisse Märkte ins Internet. Wie jede Veränderung bringt dies viele Erneuerungen mit sich. Bei Unternehmen gefragte und erfolgreiche Städte unterstützen dabei den Aufbau und den Betrieb verschiedener Handels- und Kommunikationsplattformen und stärken den Informations- und Warenfluss. Weiter sind sie gegenüber neuen Trends und Technologien offen eingestellt und schaffen fördernde Rahmenbedingungen. Städte bleiben auch im heutigen digitalen Zeitalter ein sehr wichtiger Marktplatz. Sie werden oft als «Hubs» bezeichnet. Derzeit fokussieren sich die Strategien zur Digitalisierung der Städte auf die zentralen Funktionen wie Sicherheit, Gesundheit, Verkehr, Wasser- und Energieversorgung sowie die Abfallentsorgung. Das Ziel dabei ist es, intelligente Städte zu schaffen.

Digitalisierung braucht Flexibilität

Die Chancen der Digitalisierung hat auch die Politik erkannt. Eine intelligente Stadt («Smart City») ist aber nicht einfach eine «digitalisierte Stadt». Kluge Städte nehmen die Bedürfnisse ihrer Bewohner, Arbeitskräfte, Besucher und Unternehmen ernst und schaffen langfristig die Voraussetzungen zur Verbesserung der Lebens-, Arbeits- und Unternehmensqualität. Entwicklungen rund um neue Lern- und Arbeitswelten zeigen auch wie wichtig es ist, sich als «Wissensstandort» zu positionieren. Die Zukunft gehört gut vernetzten Städten. Dies alles fordert von der Immobilienwirtschaft ebenfalls schnelle Anpassungen. Dem im Weg stehen aber lange Planungs-, Bewilligungs- und Realisierungszeiten für Neubauten oder Umnutzungen. Technologie, Bauprozess und Gesetzgebung bewegen sich nicht im Gleichschritt. Die Schweizer Politik hat aber die Zeichen der Zeit erkannt. Dies zeigen beispielsweise das Programm «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung» oder die Strategie «Digitale Schweiz».

Standorte durch Freiheiten stärken

Damit unsere Städte weiterhin erfolgreich bleiben, sind mutige Lösungen notwendig. Einiges muss neu gedacht und ausprobiert werden. Dazu gehören zum Beispiel die flexiblere Handhabe des «urbanen Raums» oder das Hinterfragen der traditionellen Bauzonen. Eine intelligente Stadt bricht nämlich das Zonendenken auf und ermöglicht Räume und Freiheiten. Denkbar wären zukünftig Testzonen oder -gebiete, in denen mit verschiedenen «Lebensräumen» experimentiert werden könnte. Werden beispielsweise bestimmte Emissionswerte nicht überschritten, könnten auch Gewerbeobjekte in einem Wohnquartier – oder umgekehrt – realisiert werden. Um Umnutzungen zu vereinfachen, könnten Zonen auch nur vorübergehend definiert werden. Nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne würde dann neu beurteilt. Die «Sharing-» und «Service-Economy» zeigt eindrücklich, dass nicht alles fix und für lange Zeit geregelt, gebaut oder besessen werden muss. Die Gesetzgebung steht heute vielfach im Widerspruch dazu.

«Die Rahmen­bedingungen und Bewilligungs­verfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissens­gesellschaft sowie Wissens­ökonomie weiter vorantreiben.»

Dr. Alexandra Bay, Head Group Research bei Swiss Prime Site

Moderne Regulierung im digitalen Zeitalter

Eine intelligente und moderne Regulierung nutzt die Digitalisierung, um «smarte Lebensräume» zu ermöglichen. Die Rahmenbedingungen und Bewilligungsverfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissensgesellschaft sowie -ökonomie weiter vorantreiben. Die Vision ist ein zeitgemässes Regelwerk, das Innovation fördert. Eine smarte «Regulierung 4.0» wird der Schweizer Immobilienwirtschaft noch mutigere Lösungen für zukunftsfähige Lebensräume erlauben und damit den Nährboden für weitere positive Standortentscheide von internationalen Unternehmen bilden.

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Die nächste Stufe im Real Estate Asset Management

Manchmal gehen Rechnungen nicht nur in der Mathe­matik, sondern in Synergien, Wissens­bündelung und optimiertem Kunden­nutzen auf. Seit Anfang 2022 sind Swiss Prime Site Solutions und Akara ein Unter­nehmen. Mitte 2022 wurde der bisher sehr erfolg­reiche Zu­sam­men­schluss auch uristisch vollzogen und damit die nächste Stufe im Real Estate Asset Management erklommen. 

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Warum entscheiden sich im Zeitalter der Digitalisierung gerade innovative, digital aufgestellte und technologisch hochspezialisierte Unternehmen für den Standort Schweiz? Neben den offensichtlichen Faktoren wie Steuern, Mobilität, Bevölkerungsentwicklung oder Bildungssystem ist es vor allem eins: Die unternehmerfreundliche Gesetzgebung.

Stakeholder Infrastruktur Innovation

In Zürich befindet sich die grösste Basis von Google ausserhalb den USA. Technologie- und Fintech-Startups wählen das Zuger «Crypto-Valley» als Unternehmensstandort. Huawei plant zwei Forschungszentren in der Schweiz. Der Entscheid für oder gegen eine Niederlassung oder einen Unternehmenssitz ist für Firmen von grosser Bedeutung. Wichtig sind dabei oft tiefe Steuern, eine verkehrstechnisch optimale Lage und die Nähe zu Flughäfen. Doch auch die Bevölkerungsentwicklung und -struktur sowie das Bildungssystem sind bedeutende Faktoren. Ganz besonders achten internationale Firmen auf eine unternehmerfreundliche Gesetzgebung. Häufig werden all diese Eigenschaften in Standort-Ranglisten zusammengefasst. Schweizer Städte stehen dabei zumeist an vorderster Stelle.

Erfolgreiche intelligente Städte

Städte waren schon immer Orte des Handels, der Kommunikation und Innovation. Mit dem Fortschritt gewann die Nähe zu Fabriken, Servicedienstleistern und Kunden an Bedeutung. Der Zugang zu Kapital, neuartigen Finanzierungsmöglichkeiten, besser ausgebauten Handelswegen wie auch immer schnellere Kommunikationskanäle sorgten für weiteren Schwung in der Entwicklung von Städten. Entscheidend war aber immer der einfache und direkte Zugang zu Information, Wissen, Fähigkeiten und Innovation. Die sogenannte «4. industrielle Revolution» – die Digitalisierung – betrifft alle Lebensbereiche. Sie schafft schnellere und günstigere Wege der Kommunikation und verlagert gewisse Märkte ins Internet. Wie jede Veränderung bringt dies viele Erneuerungen mit sich. Bei Unternehmen gefragte und erfolgreiche Städte unterstützen dabei den Aufbau und den Betrieb verschiedener Handels- und Kommunikationsplattformen und stärken den Informations- und Warenfluss. Weiter sind sie gegenüber neuen Trends und Technologien offen eingestellt und schaffen fördernde Rahmenbedingungen. Städte bleiben auch im heutigen digitalen Zeitalter ein sehr wichtiger Marktplatz. Sie werden oft als «Hubs» bezeichnet. Derzeit fokussieren sich die Strategien zur Digitalisierung der Städte auf die zentralen Funktionen wie Sicherheit, Gesundheit, Verkehr, Wasser- und Energieversorgung sowie die Abfallentsorgung. Das Ziel dabei ist es, intelligente Städte zu schaffen.

Digitalisierung braucht Flexibilität

Die Chancen der Digitalisierung hat auch die Politik erkannt. Eine intelligente Stadt («Smart City») ist aber nicht einfach eine «digitalisierte Stadt». Kluge Städte nehmen die Bedürfnisse ihrer Bewohner, Arbeitskräfte, Besucher und Unternehmen ernst und schaffen langfristig die Voraussetzungen zur Verbesserung der Lebens-, Arbeits- und Unternehmensqualität. Entwicklungen rund um neue Lern- und Arbeitswelten zeigen auch wie wichtig es ist, sich als «Wissensstandort» zu positionieren. Die Zukunft gehört gut vernetzten Städten. Dies alles fordert von der Immobilienwirtschaft ebenfalls schnelle Anpassungen. Dem im Weg stehen aber lange Planungs-, Bewilligungs- und Realisierungszeiten für Neubauten oder Umnutzungen. Technologie, Bauprozess und Gesetzgebung bewegen sich nicht im Gleichschritt. Die Schweizer Politik hat aber die Zeichen der Zeit erkannt. Dies zeigen beispielsweise das Programm «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung» oder die Strategie «Digitale Schweiz».

Standorte durch Freiheiten stärken

Damit unsere Städte weiterhin erfolgreich bleiben, sind mutige Lösungen notwendig. Einiges muss neu gedacht und ausprobiert werden. Dazu gehören zum Beispiel die flexiblere Handhabe des «urbanen Raums» oder das Hinterfragen der traditionellen Bauzonen. Eine intelligente Stadt bricht nämlich das Zonendenken auf und ermöglicht Räume und Freiheiten. Denkbar wären zukünftig Testzonen oder -gebiete, in denen mit verschiedenen «Lebensräumen» experimentiert werden könnte. Werden beispielsweise bestimmte Emissionswerte nicht überschritten, könnten auch Gewerbeobjekte in einem Wohnquartier – oder umgekehrt – realisiert werden. Um Umnutzungen zu vereinfachen, könnten Zonen auch nur vorübergehend definiert werden. Nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne würde dann neu beurteilt. Die «Sharing-» und «Service-Economy» zeigt eindrücklich, dass nicht alles fix und für lange Zeit geregelt, gebaut oder besessen werden muss. Die Gesetzgebung steht heute vielfach im Widerspruch dazu.

«Die Rahmen­bedingungen und Bewilligungs­verfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissens­gesellschaft sowie Wissens­ökonomie weiter vorantreiben.»

Dr. Alexandra Bay, Head Group Research bei Swiss Prime Site

Moderne Regulierung im digitalen Zeitalter

Eine intelligente und moderne Regulierung nutzt die Digitalisierung, um «smarte Lebensräume» zu ermöglichen. Die Rahmenbedingungen und Bewilligungsverfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissensgesellschaft sowie -ökonomie weiter vorantreiben. Die Vision ist ein zeitgemässes Regelwerk, das Innovation fördert. Eine smarte «Regulierung 4.0» wird der Schweizer Immobilienwirtschaft noch mutigere Lösungen für zukunftsfähige Lebensräume erlauben und damit den Nährboden für weitere positive Standortentscheide von internationalen Unternehmen bilden.

Dieser Artikel ist in ausführlicher Fassung in der NZZ-Verlagsbeilage im Rahmen der NZZ Real Estate Days 2018 erschienen.

Zeitenwende als Chance für Nachhaltigkeit

Das Wort «Zeitenwende» wird aktuell oft und in ver­schiedenen Zusammen­­hängen verwendet. Epidemio­logen sprechen beispiels­weise von einem neuen Zeit­alter und dem um ein Viel­faches gestiegenen Risiko von Pandemien. Politiker andererseits verwenden den Begriff in Zusammen­hang mit Krisen und beschreiben damit das mutmassliche Ende einer stabilen Ordnung in Europa und insbesondere dasjenige unter den Gross­mächten. Der Begriff soll zum Aus­druck bringen, dass die jüngsten Ereignisse derart einschneidend sind, dass eine Rück­kehr zur vorherigen «Normalität» nicht mehr denkbar ist.

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Mehr Erfolg für unsere Städte

Warum entscheiden sich im Zeitalter der Digitalisierung gerade innovative, digital aufgestellte und technologisch hochspezialisierte Unternehmen für den Standort Schweiz? Neben den offensichtlichen Faktoren wie Steuern, Mobilität, Bevölkerungsentwicklung oder Bildungssystem ist es vor allem eins: Die unternehmerfreundliche Gesetzgebung.

Stakeholder Infrastruktur Innovation

In Zürich befindet sich die grösste Basis von Google ausserhalb den USA. Technologie- und Fintech-Startups wählen das Zuger «Crypto-Valley» als Unternehmensstandort. Huawei plant zwei Forschungszentren in der Schweiz. Der Entscheid für oder gegen eine Niederlassung oder einen Unternehmenssitz ist für Firmen von grosser Bedeutung. Wichtig sind dabei oft tiefe Steuern, eine verkehrstechnisch optimale Lage und die Nähe zu Flughäfen. Doch auch die Bevölkerungsentwicklung und -struktur sowie das Bildungssystem sind bedeutende Faktoren. Ganz besonders achten internationale Firmen auf eine unternehmerfreundliche Gesetzgebung. Häufig werden all diese Eigenschaften in Standort-Ranglisten zusammengefasst. Schweizer Städte stehen dabei zumeist an vorderster Stelle.

Erfolgreiche intelligente Städte

Städte waren schon immer Orte des Handels, der Kommunikation und Innovation. Mit dem Fortschritt gewann die Nähe zu Fabriken, Servicedienstleistern und Kunden an Bedeutung. Der Zugang zu Kapital, neuartigen Finanzierungsmöglichkeiten, besser ausgebauten Handelswegen wie auch immer schnellere Kommunikationskanäle sorgten für weiteren Schwung in der Entwicklung von Städten. Entscheidend war aber immer der einfache und direkte Zugang zu Information, Wissen, Fähigkeiten und Innovation. Die sogenannte «4. industrielle Revolution» – die Digitalisierung – betrifft alle Lebensbereiche. Sie schafft schnellere und günstigere Wege der Kommunikation und verlagert gewisse Märkte ins Internet. Wie jede Veränderung bringt dies viele Erneuerungen mit sich. Bei Unternehmen gefragte und erfolgreiche Städte unterstützen dabei den Aufbau und den Betrieb verschiedener Handels- und Kommunikationsplattformen und stärken den Informations- und Warenfluss. Weiter sind sie gegenüber neuen Trends und Technologien offen eingestellt und schaffen fördernde Rahmenbedingungen. Städte bleiben auch im heutigen digitalen Zeitalter ein sehr wichtiger Marktplatz. Sie werden oft als «Hubs» bezeichnet. Derzeit fokussieren sich die Strategien zur Digitalisierung der Städte auf die zentralen Funktionen wie Sicherheit, Gesundheit, Verkehr, Wasser- und Energieversorgung sowie die Abfallentsorgung. Das Ziel dabei ist es, intelligente Städte zu schaffen.

Digitalisierung braucht Flexibilität

Die Chancen der Digitalisierung hat auch die Politik erkannt. Eine intelligente Stadt («Smart City») ist aber nicht einfach eine «digitalisierte Stadt». Kluge Städte nehmen die Bedürfnisse ihrer Bewohner, Arbeitskräfte, Besucher und Unternehmen ernst und schaffen langfristig die Voraussetzungen zur Verbesserung der Lebens-, Arbeits- und Unternehmensqualität. Entwicklungen rund um neue Lern- und Arbeitswelten zeigen auch wie wichtig es ist, sich als «Wissensstandort» zu positionieren. Die Zukunft gehört gut vernetzten Städten. Dies alles fordert von der Immobilienwirtschaft ebenfalls schnelle Anpassungen. Dem im Weg stehen aber lange Planungs-, Bewilligungs- und Realisierungszeiten für Neubauten oder Umnutzungen. Technologie, Bauprozess und Gesetzgebung bewegen sich nicht im Gleichschritt. Die Schweizer Politik hat aber die Zeichen der Zeit erkannt. Dies zeigen beispielsweise das Programm «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung» oder die Strategie «Digitale Schweiz».

Standorte durch Freiheiten stärken

Damit unsere Städte weiterhin erfolgreich bleiben, sind mutige Lösungen notwendig. Einiges muss neu gedacht und ausprobiert werden. Dazu gehören zum Beispiel die flexiblere Handhabe des «urbanen Raums» oder das Hinterfragen der traditionellen Bauzonen. Eine intelligente Stadt bricht nämlich das Zonendenken auf und ermöglicht Räume und Freiheiten. Denkbar wären zukünftig Testzonen oder -gebiete, in denen mit verschiedenen «Lebensräumen» experimentiert werden könnte. Werden beispielsweise bestimmte Emissionswerte nicht überschritten, könnten auch Gewerbeobjekte in einem Wohnquartier – oder umgekehrt – realisiert werden. Um Umnutzungen zu vereinfachen, könnten Zonen auch nur vorübergehend definiert werden. Nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne würde dann neu beurteilt. Die «Sharing-» und «Service-Economy» zeigt eindrücklich, dass nicht alles fix und für lange Zeit geregelt, gebaut oder besessen werden muss. Die Gesetzgebung steht heute vielfach im Widerspruch dazu.

«Die Rahmen­bedingungen und Bewilligungs­verfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissens­gesellschaft sowie Wissens­ökonomie weiter vorantreiben.»

Dr. Alexandra Bay, Head Group Research bei Swiss Prime Site

Moderne Regulierung im digitalen Zeitalter

Eine intelligente und moderne Regulierung nutzt die Digitalisierung, um «smarte Lebensräume» zu ermöglichen. Die Rahmenbedingungen und Bewilligungsverfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissensgesellschaft sowie -ökonomie weiter vorantreiben. Die Vision ist ein zeitgemässes Regelwerk, das Innovation fördert. Eine smarte «Regulierung 4.0» wird der Schweizer Immobilienwirtschaft noch mutigere Lösungen für zukunftsfähige Lebensräume erlauben und damit den Nährboden für weitere positive Standortentscheide von internationalen Unternehmen bilden.

Dieser Artikel ist in ausführlicher Fassung in der NZZ-Verlagsbeilage im Rahmen der NZZ Real Estate Days 2018 erschienen.

New Work at Swiss Prime Site

Seit einem halben Jahr erfreuen sich die Mit­arbeitenden von Swiss Prime Site nicht nur daran, an einem ein­maligen Ort ihren Arbeits­platz zu haben, sondern auch an den neuen Büro­flächen ganz im Sinne von «New Work». Die Flächen­rückgabe einer Mieterin im Prime Tower bot die seltene Möglich­keit, näher zusammen­zurücken und zwei über­einander­liegende Stock­werke zusammen­­zuführen und neu zu gestalten.

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Mehr Erfolg für unsere Städte

Warum entscheiden sich im Zeitalter der Digitalisierung gerade innovative, digital aufgestellte und technologisch hochspezialisierte Unternehmen für den Standort Schweiz? Neben den offensichtlichen Faktoren wie Steuern, Mobilität, Bevölkerungsentwicklung oder Bildungssystem ist es vor allem eins: Die unternehmerfreundliche Gesetzgebung.

Stakeholder Infrastruktur Innovation

In Zürich befindet sich die grösste Basis von Google ausserhalb den USA. Technologie- und Fintech-Startups wählen das Zuger «Crypto-Valley» als Unternehmensstandort. Huawei plant zwei Forschungszentren in der Schweiz. Der Entscheid für oder gegen eine Niederlassung oder einen Unternehmenssitz ist für Firmen von grosser Bedeutung. Wichtig sind dabei oft tiefe Steuern, eine verkehrstechnisch optimale Lage und die Nähe zu Flughäfen. Doch auch die Bevölkerungsentwicklung und -struktur sowie das Bildungssystem sind bedeutende Faktoren. Ganz besonders achten internationale Firmen auf eine unternehmerfreundliche Gesetzgebung. Häufig werden all diese Eigenschaften in Standort-Ranglisten zusammengefasst. Schweizer Städte stehen dabei zumeist an vorderster Stelle.

Erfolgreiche intelligente Städte

Städte waren schon immer Orte des Handels, der Kommunikation und Innovation. Mit dem Fortschritt gewann die Nähe zu Fabriken, Servicedienstleistern und Kunden an Bedeutung. Der Zugang zu Kapital, neuartigen Finanzierungsmöglichkeiten, besser ausgebauten Handelswegen wie auch immer schnellere Kommunikationskanäle sorgten für weiteren Schwung in der Entwicklung von Städten. Entscheidend war aber immer der einfache und direkte Zugang zu Information, Wissen, Fähigkeiten und Innovation. Die sogenannte «4. industrielle Revolution» – die Digitalisierung – betrifft alle Lebensbereiche. Sie schafft schnellere und günstigere Wege der Kommunikation und verlagert gewisse Märkte ins Internet. Wie jede Veränderung bringt dies viele Erneuerungen mit sich. Bei Unternehmen gefragte und erfolgreiche Städte unterstützen dabei den Aufbau und den Betrieb verschiedener Handels- und Kommunikationsplattformen und stärken den Informations- und Warenfluss. Weiter sind sie gegenüber neuen Trends und Technologien offen eingestellt und schaffen fördernde Rahmenbedingungen. Städte bleiben auch im heutigen digitalen Zeitalter ein sehr wichtiger Marktplatz. Sie werden oft als «Hubs» bezeichnet. Derzeit fokussieren sich die Strategien zur Digitalisierung der Städte auf die zentralen Funktionen wie Sicherheit, Gesundheit, Verkehr, Wasser- und Energieversorgung sowie die Abfallentsorgung. Das Ziel dabei ist es, intelligente Städte zu schaffen.

Digitalisierung braucht Flexibilität

Die Chancen der Digitalisierung hat auch die Politik erkannt. Eine intelligente Stadt («Smart City») ist aber nicht einfach eine «digitalisierte Stadt». Kluge Städte nehmen die Bedürfnisse ihrer Bewohner, Arbeitskräfte, Besucher und Unternehmen ernst und schaffen langfristig die Voraussetzungen zur Verbesserung der Lebens-, Arbeits- und Unternehmensqualität. Entwicklungen rund um neue Lern- und Arbeitswelten zeigen auch wie wichtig es ist, sich als «Wissensstandort» zu positionieren. Die Zukunft gehört gut vernetzten Städten. Dies alles fordert von der Immobilienwirtschaft ebenfalls schnelle Anpassungen. Dem im Weg stehen aber lange Planungs-, Bewilligungs- und Realisierungszeiten für Neubauten oder Umnutzungen. Technologie, Bauprozess und Gesetzgebung bewegen sich nicht im Gleichschritt. Die Schweizer Politik hat aber die Zeichen der Zeit erkannt. Dies zeigen beispielsweise das Programm «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung» oder die Strategie «Digitale Schweiz».

Standorte durch Freiheiten stärken

Damit unsere Städte weiterhin erfolgreich bleiben, sind mutige Lösungen notwendig. Einiges muss neu gedacht und ausprobiert werden. Dazu gehören zum Beispiel die flexiblere Handhabe des «urbanen Raums» oder das Hinterfragen der traditionellen Bauzonen. Eine intelligente Stadt bricht nämlich das Zonendenken auf und ermöglicht Räume und Freiheiten. Denkbar wären zukünftig Testzonen oder -gebiete, in denen mit verschiedenen «Lebensräumen» experimentiert werden könnte. Werden beispielsweise bestimmte Emissionswerte nicht überschritten, könnten auch Gewerbeobjekte in einem Wohnquartier – oder umgekehrt – realisiert werden. Um Umnutzungen zu vereinfachen, könnten Zonen auch nur vorübergehend definiert werden. Nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne würde dann neu beurteilt. Die «Sharing-» und «Service-Economy» zeigt eindrücklich, dass nicht alles fix und für lange Zeit geregelt, gebaut oder besessen werden muss. Die Gesetzgebung steht heute vielfach im Widerspruch dazu.

«Die Rahmen­bedingungen und Bewilligungs­verfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissens­gesellschaft sowie Wissens­ökonomie weiter vorantreiben.»

Dr. Alexandra Bay, Head Group Research bei Swiss Prime Site

Moderne Regulierung im digitalen Zeitalter

Eine intelligente und moderne Regulierung nutzt die Digitalisierung, um «smarte Lebensräume» zu ermöglichen. Die Rahmenbedingungen und Bewilligungsverfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissensgesellschaft sowie -ökonomie weiter vorantreiben. Die Vision ist ein zeitgemässes Regelwerk, das Innovation fördert. Eine smarte «Regulierung 4.0» wird der Schweizer Immobilienwirtschaft noch mutigere Lösungen für zukunftsfähige Lebensräume erlauben und damit den Nährboden für weitere positive Standortentscheide von internationalen Unternehmen bilden.

Dieser Artikel ist in ausführlicher Fassung in der NZZ-Verlagsbeilage im Rahmen der NZZ Real Estate Days 2018 erschienen.

Mehr Erfolg für unsere Städte

Warum entscheiden sich im Zeitalter der Digitalisierung gerade innovative, digital aufgestellte und technologisch hochspezialisierte Unternehmen für den Standort Schweiz? Neben den offensichtlichen Faktoren wie Steuern, Mobilität, Bevölkerungsentwicklung oder Bildungssystem ist es vor allem eins: Die unternehmerfreundliche Gesetzgebung.

Stakeholder Infrastruktur Innovation

In Zürich befindet sich die grösste Basis von Google ausserhalb den USA. Technologie- und Fintech-Startups wählen das Zuger «Crypto-Valley» als Unternehmensstandort. Huawei plant zwei Forschungszentren in der Schweiz. Der Entscheid für oder gegen eine Niederlassung oder einen Unternehmenssitz ist für Firmen von grosser Bedeutung. Wichtig sind dabei oft tiefe Steuern, eine verkehrstechnisch optimale Lage und die Nähe zu Flughäfen. Doch auch die Bevölkerungsentwicklung und -struktur sowie das Bildungssystem sind bedeutende Faktoren. Ganz besonders achten internationale Firmen auf eine unternehmerfreundliche Gesetzgebung. Häufig werden all diese Eigenschaften in Standort-Ranglisten zusammengefasst. Schweizer Städte stehen dabei zumeist an vorderster Stelle.

Erfolgreiche intelligente Städte

Städte waren schon immer Orte des Handels, der Kommunikation und Innovation. Mit dem Fortschritt gewann die Nähe zu Fabriken, Servicedienstleistern und Kunden an Bedeutung. Der Zugang zu Kapital, neuartigen Finanzierungsmöglichkeiten, besser ausgebauten Handelswegen wie auch immer schnellere Kommunikationskanäle sorgten für weiteren Schwung in der Entwicklung von Städten. Entscheidend war aber immer der einfache und direkte Zugang zu Information, Wissen, Fähigkeiten und Innovation. Die sogenannte «4. industrielle Revolution» – die Digitalisierung – betrifft alle Lebensbereiche. Sie schafft schnellere und günstigere Wege der Kommunikation und verlagert gewisse Märkte ins Internet. Wie jede Veränderung bringt dies viele Erneuerungen mit sich. Bei Unternehmen gefragte und erfolgreiche Städte unterstützen dabei den Aufbau und den Betrieb verschiedener Handels- und Kommunikationsplattformen und stärken den Informations- und Warenfluss. Weiter sind sie gegenüber neuen Trends und Technologien offen eingestellt und schaffen fördernde Rahmenbedingungen. Städte bleiben auch im heutigen digitalen Zeitalter ein sehr wichtiger Marktplatz. Sie werden oft als «Hubs» bezeichnet. Derzeit fokussieren sich die Strategien zur Digitalisierung der Städte auf die zentralen Funktionen wie Sicherheit, Gesundheit, Verkehr, Wasser- und Energieversorgung sowie die Abfallentsorgung. Das Ziel dabei ist es, intelligente Städte zu schaffen.

Digitalisierung braucht Flexibilität

Die Chancen der Digitalisierung hat auch die Politik erkannt. Eine intelligente Stadt («Smart City») ist aber nicht einfach eine «digitalisierte Stadt». Kluge Städte nehmen die Bedürfnisse ihrer Bewohner, Arbeitskräfte, Besucher und Unternehmen ernst und schaffen langfristig die Voraussetzungen zur Verbesserung der Lebens-, Arbeits- und Unternehmensqualität. Entwicklungen rund um neue Lern- und Arbeitswelten zeigen auch wie wichtig es ist, sich als «Wissensstandort» zu positionieren. Die Zukunft gehört gut vernetzten Städten. Dies alles fordert von der Immobilienwirtschaft ebenfalls schnelle Anpassungen. Dem im Weg stehen aber lange Planungs-, Bewilligungs- und Realisierungszeiten für Neubauten oder Umnutzungen. Technologie, Bauprozess und Gesetzgebung bewegen sich nicht im Gleichschritt. Die Schweizer Politik hat aber die Zeichen der Zeit erkannt. Dies zeigen beispielsweise das Programm «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung» oder die Strategie «Digitale Schweiz».

Standorte durch Freiheiten stärken

Damit unsere Städte weiterhin erfolgreich bleiben, sind mutige Lösungen notwendig. Einiges muss neu gedacht und ausprobiert werden. Dazu gehören zum Beispiel die flexiblere Handhabe des «urbanen Raums» oder das Hinterfragen der traditionellen Bauzonen. Eine intelligente Stadt bricht nämlich das Zonendenken auf und ermöglicht Räume und Freiheiten. Denkbar wären zukünftig Testzonen oder -gebiete, in denen mit verschiedenen «Lebensräumen» experimentiert werden könnte. Werden beispielsweise bestimmte Emissionswerte nicht überschritten, könnten auch Gewerbeobjekte in einem Wohnquartier – oder umgekehrt – realisiert werden. Um Umnutzungen zu vereinfachen, könnten Zonen auch nur vorübergehend definiert werden. Nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne würde dann neu beurteilt. Die «Sharing-» und «Service-Economy» zeigt eindrücklich, dass nicht alles fix und für lange Zeit geregelt, gebaut oder besessen werden muss. Die Gesetzgebung steht heute vielfach im Widerspruch dazu.

«Die Rahmen­bedingungen und Bewilligungs­verfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissens­gesellschaft sowie Wissens­ökonomie weiter vorantreiben.»

Dr. Alexandra Bay, Head Group Research bei Swiss Prime Site

Moderne Regulierung im digitalen Zeitalter

Eine intelligente und moderne Regulierung nutzt die Digitalisierung, um «smarte Lebensräume» zu ermöglichen. Die Rahmenbedingungen und Bewilligungsverfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissensgesellschaft sowie -ökonomie weiter vorantreiben. Die Vision ist ein zeitgemässes Regelwerk, das Innovation fördert. Eine smarte «Regulierung 4.0» wird der Schweizer Immobilienwirtschaft noch mutigere Lösungen für zukunftsfähige Lebensräume erlauben und damit den Nährboden für weitere positive Standortentscheide von internationalen Unternehmen bilden.

Dieser Artikel ist in ausführlicher Fassung in der NZZ-Verlagsbeilage im Rahmen der NZZ Real Estate Days 2018 erschienen.

Mehr Erfolg für unsere Städte

Warum entscheiden sich im Zeitalter der Digitalisierung gerade innovative, digital aufgestellte und technologisch hochspezialisierte Unternehmen für den Standort Schweiz? Neben den offensichtlichen Faktoren wie Steuern, Mobilität, Bevölkerungsentwicklung oder Bildungssystem ist es vor allem eins: Die unternehmerfreundliche Gesetzgebung.

Stakeholder Infrastruktur Innovation

In Zürich befindet sich die grösste Basis von Google ausserhalb den USA. Technologie- und Fintech-Startups wählen das Zuger «Crypto-Valley» als Unternehmensstandort. Huawei plant zwei Forschungszentren in der Schweiz. Der Entscheid für oder gegen eine Niederlassung oder einen Unternehmenssitz ist für Firmen von grosser Bedeutung. Wichtig sind dabei oft tiefe Steuern, eine verkehrstechnisch optimale Lage und die Nähe zu Flughäfen. Doch auch die Bevölkerungsentwicklung und -struktur sowie das Bildungssystem sind bedeutende Faktoren. Ganz besonders achten internationale Firmen auf eine unternehmerfreundliche Gesetzgebung. Häufig werden all diese Eigenschaften in Standort-Ranglisten zusammengefasst. Schweizer Städte stehen dabei zumeist an vorderster Stelle.

Erfolgreiche intelligente Städte

Städte waren schon immer Orte des Handels, der Kommunikation und Innovation. Mit dem Fortschritt gewann die Nähe zu Fabriken, Servicedienstleistern und Kunden an Bedeutung. Der Zugang zu Kapital, neuartigen Finanzierungsmöglichkeiten, besser ausgebauten Handelswegen wie auch immer schnellere Kommunikationskanäle sorgten für weiteren Schwung in der Entwicklung von Städten. Entscheidend war aber immer der einfache und direkte Zugang zu Information, Wissen, Fähigkeiten und Innovation. Die sogenannte «4. industrielle Revolution» – die Digitalisierung – betrifft alle Lebensbereiche. Sie schafft schnellere und günstigere Wege der Kommunikation und verlagert gewisse Märkte ins Internet. Wie jede Veränderung bringt dies viele Erneuerungen mit sich. Bei Unternehmen gefragte und erfolgreiche Städte unterstützen dabei den Aufbau und den Betrieb verschiedener Handels- und Kommunikationsplattformen und stärken den Informations- und Warenfluss. Weiter sind sie gegenüber neuen Trends und Technologien offen eingestellt und schaffen fördernde Rahmenbedingungen. Städte bleiben auch im heutigen digitalen Zeitalter ein sehr wichtiger Marktplatz. Sie werden oft als «Hubs» bezeichnet. Derzeit fokussieren sich die Strategien zur Digitalisierung der Städte auf die zentralen Funktionen wie Sicherheit, Gesundheit, Verkehr, Wasser- und Energieversorgung sowie die Abfallentsorgung. Das Ziel dabei ist es, intelligente Städte zu schaffen.

Digitalisierung braucht Flexibilität

Die Chancen der Digitalisierung hat auch die Politik erkannt. Eine intelligente Stadt («Smart City») ist aber nicht einfach eine «digitalisierte Stadt». Kluge Städte nehmen die Bedürfnisse ihrer Bewohner, Arbeitskräfte, Besucher und Unternehmen ernst und schaffen langfristig die Voraussetzungen zur Verbesserung der Lebens-, Arbeits- und Unternehmensqualität. Entwicklungen rund um neue Lern- und Arbeitswelten zeigen auch wie wichtig es ist, sich als «Wissensstandort» zu positionieren. Die Zukunft gehört gut vernetzten Städten. Dies alles fordert von der Immobilienwirtschaft ebenfalls schnelle Anpassungen. Dem im Weg stehen aber lange Planungs-, Bewilligungs- und Realisierungszeiten für Neubauten oder Umnutzungen. Technologie, Bauprozess und Gesetzgebung bewegen sich nicht im Gleichschritt. Die Schweizer Politik hat aber die Zeichen der Zeit erkannt. Dies zeigen beispielsweise das Programm «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung» oder die Strategie «Digitale Schweiz».

Standorte durch Freiheiten stärken

Damit unsere Städte weiterhin erfolgreich bleiben, sind mutige Lösungen notwendig. Einiges muss neu gedacht und ausprobiert werden. Dazu gehören zum Beispiel die flexiblere Handhabe des «urbanen Raums» oder das Hinterfragen der traditionellen Bauzonen. Eine intelligente Stadt bricht nämlich das Zonendenken auf und ermöglicht Räume und Freiheiten. Denkbar wären zukünftig Testzonen oder -gebiete, in denen mit verschiedenen «Lebensräumen» experimentiert werden könnte. Werden beispielsweise bestimmte Emissionswerte nicht überschritten, könnten auch Gewerbeobjekte in einem Wohnquartier – oder umgekehrt – realisiert werden. Um Umnutzungen zu vereinfachen, könnten Zonen auch nur vorübergehend definiert werden. Nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne würde dann neu beurteilt. Die «Sharing-» und «Service-Economy» zeigt eindrücklich, dass nicht alles fix und für lange Zeit geregelt, gebaut oder besessen werden muss. Die Gesetzgebung steht heute vielfach im Widerspruch dazu.

«Die Rahmen­bedingungen und Bewilligungs­verfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissens­gesellschaft sowie Wissens­ökonomie weiter vorantreiben.»

Dr. Alexandra Bay, Head Group Research bei Swiss Prime Site

Moderne Regulierung im digitalen Zeitalter

Eine intelligente und moderne Regulierung nutzt die Digitalisierung, um «smarte Lebensräume» zu ermöglichen. Die Rahmenbedingungen und Bewilligungsverfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissensgesellschaft sowie -ökonomie weiter vorantreiben. Die Vision ist ein zeitgemässes Regelwerk, das Innovation fördert. Eine smarte «Regulierung 4.0» wird der Schweizer Immobilienwirtschaft noch mutigere Lösungen für zukunftsfähige Lebensräume erlauben und damit den Nährboden für weitere positive Standortentscheide von internationalen Unternehmen bilden.

Dieser Artikel ist in ausführlicher Fassung in der NZZ-Verlagsbeilage im Rahmen der NZZ Real Estate Days 2018 erschienen.

Mehr Erfolg für unsere Städte

Warum entscheiden sich im Zeitalter der Digitalisierung gerade innovative, digital aufgestellte und technologisch hochspezialisierte Unternehmen für den Standort Schweiz? Neben den offensichtlichen Faktoren wie Steuern, Mobilität, Bevölkerungsentwicklung oder Bildungssystem ist es vor allem eins: Die unternehmerfreundliche Gesetzgebung.

Stakeholder Infrastruktur Innovation

In Zürich befindet sich die grösste Basis von Google ausserhalb den USA. Technologie- und Fintech-Startups wählen das Zuger «Crypto-Valley» als Unternehmensstandort. Huawei plant zwei Forschungszentren in der Schweiz. Der Entscheid für oder gegen eine Niederlassung oder einen Unternehmenssitz ist für Firmen von grosser Bedeutung. Wichtig sind dabei oft tiefe Steuern, eine verkehrstechnisch optimale Lage und die Nähe zu Flughäfen. Doch auch die Bevölkerungsentwicklung und -struktur sowie das Bildungssystem sind bedeutende Faktoren. Ganz besonders achten internationale Firmen auf eine unternehmerfreundliche Gesetzgebung. Häufig werden all diese Eigenschaften in Standort-Ranglisten zusammengefasst. Schweizer Städte stehen dabei zumeist an vorderster Stelle.

Erfolgreiche intelligente Städte

Städte waren schon immer Orte des Handels, der Kommunikation und Innovation. Mit dem Fortschritt gewann die Nähe zu Fabriken, Servicedienstleistern und Kunden an Bedeutung. Der Zugang zu Kapital, neuartigen Finanzierungsmöglichkeiten, besser ausgebauten Handelswegen wie auch immer schnellere Kommunikationskanäle sorgten für weiteren Schwung in der Entwicklung von Städten. Entscheidend war aber immer der einfache und direkte Zugang zu Information, Wissen, Fähigkeiten und Innovation. Die sogenannte «4. industrielle Revolution» – die Digitalisierung – betrifft alle Lebensbereiche. Sie schafft schnellere und günstigere Wege der Kommunikation und verlagert gewisse Märkte ins Internet. Wie jede Veränderung bringt dies viele Erneuerungen mit sich. Bei Unternehmen gefragte und erfolgreiche Städte unterstützen dabei den Aufbau und den Betrieb verschiedener Handels- und Kommunikationsplattformen und stärken den Informations- und Warenfluss. Weiter sind sie gegenüber neuen Trends und Technologien offen eingestellt und schaffen fördernde Rahmenbedingungen. Städte bleiben auch im heutigen digitalen Zeitalter ein sehr wichtiger Marktplatz. Sie werden oft als «Hubs» bezeichnet. Derzeit fokussieren sich die Strategien zur Digitalisierung der Städte auf die zentralen Funktionen wie Sicherheit, Gesundheit, Verkehr, Wasser- und Energieversorgung sowie die Abfallentsorgung. Das Ziel dabei ist es, intelligente Städte zu schaffen.

Digitalisierung braucht Flexibilität

Die Chancen der Digitalisierung hat auch die Politik erkannt. Eine intelligente Stadt («Smart City») ist aber nicht einfach eine «digitalisierte Stadt». Kluge Städte nehmen die Bedürfnisse ihrer Bewohner, Arbeitskräfte, Besucher und Unternehmen ernst und schaffen langfristig die Voraussetzungen zur Verbesserung der Lebens-, Arbeits- und Unternehmensqualität. Entwicklungen rund um neue Lern- und Arbeitswelten zeigen auch wie wichtig es ist, sich als «Wissensstandort» zu positionieren. Die Zukunft gehört gut vernetzten Städten. Dies alles fordert von der Immobilienwirtschaft ebenfalls schnelle Anpassungen. Dem im Weg stehen aber lange Planungs-, Bewilligungs- und Realisierungszeiten für Neubauten oder Umnutzungen. Technologie, Bauprozess und Gesetzgebung bewegen sich nicht im Gleichschritt. Die Schweizer Politik hat aber die Zeichen der Zeit erkannt. Dies zeigen beispielsweise das Programm «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung» oder die Strategie «Digitale Schweiz».

Standorte durch Freiheiten stärken

Damit unsere Städte weiterhin erfolgreich bleiben, sind mutige Lösungen notwendig. Einiges muss neu gedacht und ausprobiert werden. Dazu gehören zum Beispiel die flexiblere Handhabe des «urbanen Raums» oder das Hinterfragen der traditionellen Bauzonen. Eine intelligente Stadt bricht nämlich das Zonendenken auf und ermöglicht Räume und Freiheiten. Denkbar wären zukünftig Testzonen oder -gebiete, in denen mit verschiedenen «Lebensräumen» experimentiert werden könnte. Werden beispielsweise bestimmte Emissionswerte nicht überschritten, könnten auch Gewerbeobjekte in einem Wohnquartier – oder umgekehrt – realisiert werden. Um Umnutzungen zu vereinfachen, könnten Zonen auch nur vorübergehend definiert werden. Nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne würde dann neu beurteilt. Die «Sharing-» und «Service-Economy» zeigt eindrücklich, dass nicht alles fix und für lange Zeit geregelt, gebaut oder besessen werden muss. Die Gesetzgebung steht heute vielfach im Widerspruch dazu.

«Die Rahmen­bedingungen und Bewilligungs­verfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissens­gesellschaft sowie Wissens­ökonomie weiter vorantreiben.»

Dr. Alexandra Bay, Head Group Research bei Swiss Prime Site

Moderne Regulierung im digitalen Zeitalter

Eine intelligente und moderne Regulierung nutzt die Digitalisierung, um «smarte Lebensräume» zu ermöglichen. Die Rahmenbedingungen und Bewilligungsverfahren sollten so ausgestaltet sein, dass sie die Transformation hin zur Wissensgesellschaft sowie -ökonomie weiter vorantreiben. Die Vision ist ein zeitgemässes Regelwerk, das Innovation fördert. Eine smarte «Regulierung 4.0» wird der Schweizer Immobilienwirtschaft noch mutigere Lösungen für zukunftsfähige Lebensräume erlauben und damit den Nährboden für weitere positive Standortentscheide von internationalen Unternehmen bilden.

Dieser Artikel ist in ausführlicher Fassung in der NZZ-Verlagsbeilage im Rahmen der NZZ Real Estate Days 2018 erschienen.